Duschtrennwand Glas im Check: Qualität & Kosten

Autor: Franz Wächter
  • Glas-Experte

Die Duschtrennwand aus Glas schafft Ordnung im Bad und eignet sich hervorragend als Badewannenaufsatz. Einer ihrer Vorteile: Sie lässt sich selbst installieren. Allerdings benötigen DIY-Heimwerker etwas Expertise beim Ausmessen.

Was ist eine Duschtrennwand aus Glas?

Diese Glastrennwand sorgt dafür, dass das Badezimmer beim Betrieb der Dusche weitgehend trocken bleibt. Es kann sich um eine Duschtrennwand für die separate Dusche oder auch um einen Badewannenaufsatz handeln, wenn es im Badezimmer keine separate Dusche gibt. Als Glas stehen verschiedene Varianten, so durchsichtig oder undurchsichtig, schwarz oder satiniert zur Verfügung. Welche Lösung eingesetzt wird, hängt von persönlichen Vorlieben, von den Kosten und im Übrigen auch von baulichen Gegebenheiten ab.

Ist die Duschtrennwand aus Glas auf der Badewanne sehr beliebt?

Ja auf jeden Fall, weil viele Menschen nur eine Badewanne und keine separate Dusche haben. Sie ist sogar der Klassiker unter den Duschabtrennungen aus Glas und wird so installiert, dass sie auf dem Badewannenrand parallel aufsitzt. Eine preiswerte Alternative wäre der Duschvorhang, den aber niemand mehr so richtig mag. Eine Duschabtrennung als Badewannenaufsatz spart Platz, wenn sie sich zusammenklappen oder -falten lässt. Es gibt aber auch feststehende Varianten, doch diese könnten beim gewöhnlichen Wannenbad behindernd empfunden werden. Die Duschabtrennung für die Badewanne wird von einigen Herstellern und auch Handwerkern auf Maß angeboten, kostet dann aber mehr.

Welche Möglichkeiten gibt es für die Duschabtrennung aus Glas?

Es gibt sie

  1. original,
  2. mit Schiebetür,
  3. freistehend und
  4. klappbar (faltbar).

Ob eine Klapp-, Schiebe- oder Falttür zum Einsatz kommt, hängt stark von der Einbausituation ab. Grundsätzlich muss es für die betreffende Variante ausreichend Platz geben. Drehtüren (Klapptüren) brauchen mehr Platz, nach innen öffnende Pendeltüren sparen hingegen Platz, verengen aber die Dusche beim Ein- und Ausstieg. Bei der Abwägung der funktionellen und optischen Aspekte können sich Nutzer*innen zwischen komplett rahmenlosen oder gerahmten Duschkabinen entscheiden. Die rahmenlosen Duschtrennwände aus Glas könnten unter Umständen manchmal nicht ganz so dicht sein wie diejenigen mit einem massiven Rahmen, sehen aber eleganter aus. Einen Kompromiss bietet der Rahmen für die Duschabtrennung aus sehr dünnen Profilen. Im Altbau ist etwas Vorsicht geboten: Schon eine leichte Wandneigung verhindert die erfolgreiche Installation einer rahmenlosen Duschabtrennung aus Glas.

Soll die Duschtrennwand aus Glas durchsichtig, schwarz oder satiniert sein?

Die Auswahl des Materials ist der nächste beachtenswerte Punkt. Das Glas kann durchsichtig oder schwarz sein, auch eine satinierte Variante gibt es. Die Glasfläche kann außen auch mit einem Glasdekor undurchsichtig gestaltet werden. Diese Möglichkeiten unterscheiden sich wie folgt:

  1. Schwarzes Glas ist undurchsichtig, was viele Menschen beim Duschen bevorzugen, und lässt Verschmutzungen nicht so leicht erkennen. Es fällt aber viel weniger Licht in die Dusche, was ein Nachteil ist, wenn die Dusche nicht direkt von oben beleuchtet wird.
  2. Durchsichtiges Glas lässt viel Licht herein, doch auf ihm sind abgesehen vom mangelnden Sichtschutz kleine Verunreinigungen sofort zu sehen. Es wird also sehr viel geputzt.
  3. Dekorglas bietet Sichtschutz und lässt je nach Art des Dekors ausreichend viel Licht herein. Verschmutzungen bzw. Kalkschlieren sind nicht so leicht zu erkennen. Die Dekore können aber die Glastür schwerer machen.
  4. Satiniertes Glas (Milchglas) ist undurchsichtig und lässt gleichzeitig Licht herein, auch sind Verschmutzungen etwas schwerer zu erkennen als bei durchsichtigem Glas (aber leichter als bei Dekoren oder schwarzem Glas). Die Satinierung ist eine Aufrauung (Satinierung) von ESG-Glas auf der Oberfläche. Satinierte Duschabtrennungen können sehr schöne Raumteiler sein. Sie dienen beispielsweise als Blickschutz für das daneben positionierte WC, was Design und Funktion vortrefflich kombiniert.

Das Glas sollte Sicherheitsglas (ESG-Glas) sein, das nicht scharfkantig bricht, sondern bei einem mechanischen Schaden zerkrümelt. Moderne und etwas höherwertige Duschabtrennungen aus Glas weisen eine Nanobeschichtung auf, die den Lotoseffekt (auch: Lotuseffekt) erzeugt: Sie lässt Wasser nahezu rückstandsfrei abperlen. Das unterbindet nicht vollkommen, aber weitgehend Verschmutzungen und Kalkschlieren. Der Effekt hat seinen Namen von der Lotospflanze Nelumbo. Ihre Oberfläche ist so beschaffen, dass das Wasser in Tropfen abperlt bzw. abgeleitet und dabei sogar noch Schmutzpartikel aufnimmt. Es gibt Mittel, mit denen sich eine Nanobeschichtung auf Glasscheiben nachträglich auftragen lässt.

Kosten einer Duschtrennwand aus Glas

Diese Duschtrennwände können je nach Größe und Bauart schon sehr preisgünstig sein: Es existieren Angebote ab rund 120 Euro. Natürlich gibt es auch teurere Varianten um 1.500 bis 1.800 Euro, doch sehr viele Duschtrennwände aus Glas kosten zwischen etwa 200 bis 300 Euro. Teurer sind die Spezialformen für Rund- und Eckduschen. Eine schnelle und gleichzeitig flexible Lösung ist die komplette Duschkabine mit vier verglasten Seitenwänden, die sich überall im Bad aufstellen lässt. Im Rahmen der Sanierung müssen dann nur an der entsprechenden Stelle eine Duschvorrichtung eingebaut und ein Abfluss geschaffen werden. Diese Varianten sind aber teurer. Auch gibt es Duschkabinentüren mit Senk- und Hebemechanismus, der dafür sorgt, dass sie automatisch zufallen, was wiederum etwas mehr kostet.

Wie misst man eine Duschtrennwand aus?

Das Ausmessen einer Duschtrennwand ist eine kleine Wissenschaft für sich. Es gibt Standardgrößen, die beliebtesten sind:

  • 120 x 200 cm
  • 140 x 200 cm
  • 90 x 90 cm (für das sehr kleine Bad)

Wichtig für das Ausmessen ist dieser Fakt: Die Glastrennwand der Duschkabine steht ein kleines Stück hinter dem Rand der Duschwanne nach innen zurück (sogenanntes „Einrückmaß“). Das verkleinert etwas den Raum in der Duschkabine. Das Einrückmaß beträgt je nach Hersteller etwa 10 bis 30 mm. Es ist wichtig, damit die Trennwand dicht mit der Duschwanne abschließt. Die Hersteller berücksichtigen das Einrückmaß automatisch. Wer also eine Duschkabine zum Aufstellen bestellt, erhält einen Bausatz mit Duschwanne und Duschtrennwand, der automatisch zusammenpasst. Daher sind beim Ausmessen die realen Maße der Fläche anzugeben, auf welche die Duschkabine stehen soll. Bei einer quadratischen oder rechteckigen Dusche ist das sehr einfach. Schwieriger wird es bei der Rund- bzw. Viertelkreisdusche. In diesen Duschen finden wir in der Regel die beiden Radien 500 und 550 mm, teilweise (bei älteren Duschwannen) noch 520 mm. Die Berechnung funktioniert so:

  • Wenn eine Duschkabine 90 x 90 cm messen würde, betrüge ihr Schenkelmaß A 900 mm.
  • Das Maß B vom Rauminneren (Beginn der Rundung) zur Eckwand beträgt in diesem Fall 350 mm.
  • Es gilt: Radius = A – B, also 900 – 350 = 550 mm.

Eine Stütze beim Ausmessen ist ein Pappkarton, den wir 90 x 90 cm quadratisch zuschneiden. Danach längen wir eine Schnur exakt auf 550 mm ab, wickeln sie um einen Bleistift, halten ein Schnurende an der „Duschecke“ fest und ziehen mit dem Bleistift am Kartonrand einen gleichmäßigen Bogen zwischen den beiden Maßen B auf den beiden Seiten. Der Bleistift zeichnet den exakten Radius. So lässt sich der Radius einer Viertelkreisdusche ermitteln. Eine „Halbkreisdusche“ muss etwas komplexer ausgemessen werden. Es empfiehlt sich, hierfür die vom Hersteller hinterlegte Skizze zu verwenden.

Wie reinigt man eine Duschtrennwand aus Glas am besten?

Die beste Reinigung funktioniert mit Essig, weil sich der größte Schmutz durch Kalk im Wasser ergibt, den der Essig neutralisiert. Die passende Mischung besteht aus einem Teil Essigessenz und zwei Teilen Wasser. Zitronensäure und Glasreiniger funktionieren auch.

DIY-Tipps: Worauf sollte man bei der Befestigung achten?

Der Einbau einer Duschabtrennung aus Glas muss geplant werden. Die erste Entscheidung betrifft die Bauform. Prinzipielle Möglichkeiten sind:

  • U-Kabine
  • Badewannenaufsatz
  • Runddusche (Viertel- oder Halbrund)
  • Dusche mit Eckeinstieg
  • Walk-In-Dusche
  • Tür mit Seitenwand

Nach der Wahl der Bauform geht es um den Platz im Bad (bis auf den Badewannenaufsatz, für den der Platz klar ist) und damit auch um die Größe. Idealerweise wird die Duschtrennwand aus Glas im Zuge einer Sanierung eingebaut, um die Duschvorrichtung und den Abfluss passend installieren zu können, falls beides noch nicht vorhanden ist. Sollte die Duschkabine nur ein Türelement haben, ist zu entscheiden, auf welcher Seite diese angeschlagen werden soll. Zum empfehlen ist für Rechtshänder ein linksseitiger Anschlag (= Befestigung mit Scharnieren), weil dann der Türgriff rechts sitzt. Die Höhe beträgt meistens standardmäßig 200 cm. Zur Decke muss wegen der Entlüftung ein Mindestabstand von 10 cm eingehalten werden. Wenn die Dusche keine Wanne hat, sondern als Walk-In (auch: bodengleiche Dusche) ausgelegt ist, geht es darum, wie sie auf den Fliesen steht. Es gibt diese Varianten:

  • Glaswand zur Fuge mittig
  • Glaswand mit Innenkantenprofil
  • Glaswand mit Außenkantenprofil

Befestigt wird die Duschtrennwand in einem vertikalen Profil auf einer horizontal verlaufenden Schiene. Der Hersteller liefert das Material komplett inklusive Bauanleitung. Das Profil wird zuerst montiert. Es muss exakt senkrecht an der Wand sitzen und am Rand der Duschwanne bzw. bei der Walk-in-Dusche exakt am Boden ausgerichtet werden. Wer hier Fehler macht, hat am Ende eine schiefe Dusche, deren Türen nicht schließen. Wenn aber dieser Schritt gelungen ist, verläuft die weitere Montage nach Anleitung unkompliziert.