ᐅ Windschutz Terrasse selber bauen: So geht’s [2022]

Autor: Franz Wächter
  • Glas-Experte

Ein Windschutz auf der Terrasse hat viele nützliche Eigenschaften. Sie schaffen sich damit mehr Privatsphäre und sind immer vor Wind und Wetter geschützt. Doch jede Terrasse und jeder Balkon sind anders und erfordern daher maßgeschneiderte Lösungen. Aus diesem Grund geben wir Ihnen hier Anleitungen und Tipps, wie Sie einen Windschutz selber bauen können.

Ist Ihre Terrasse zu sehr den Blicken neugieriger Nachbarn oder Passanten ausgesetzt, dann ist ein Windschutz mit Sichtschutzfunktion eine hervorragende Lösung, um für Privatsphäre zu sorgen. Wind und starke Sonneneinstrahlung können eine echte Unannehmlichkeit sein und Sie davon abhalten, das Leben im Freien in vollen Zügen zu genießen.

Der Einbau eines Windschutzes kann Ihnen Funktionalität und Ästhetik bieten. Sie können den Windschutz für die Terrasse leicht selber bauen, wenn Sie über ein wenig handwerkliches Geschick verfügen. Es ist nicht übermäßig schwer, einen Windschutzzaun selber anzufertigen.

Mit einem Spalier beispielsweise, das über die ganze Länge mit Pflanzen (Efeu, Kletterrosen, Weinrebe, Clematis) bewachsen ist, werden Sie nicht nur die schöne Aussicht genießen: Sie haben auch einen natürlichen Wind- und Sichtschutz für die Terrasse geschaffen, der Ihren Outdoor-Bereich optisch aufwertet.

Den Windschutz für die Terrasse selber bauen – die verschiedenen Möglichkeiten

Als Materialien können Hölzer, Heckenpflanzen, Plexiglas, Acrylglas, Stoffe, Kunststoff, aber auch Drahtkörbe gefüllt mit Steinen, sogenannte „Gabionen“ zum Einsatz kommen. Eine Hecke dient als natürlicher Wind- und Sichtschutz für die Terrasse. Sie braucht aber lange, um die nötige Höhe und Dichte zu erreichen.

Pflanzen wie die Eibe oder die Zypresse wachsen sehr dicht. Hainbuche und Rotbuche lassen mehr Licht durch, eignen sich aber trotzdem sehr gut als Windschutz. In stürmischen Regionen bewähren sich besonders robuste Hecken aus Feldahorn und Weißdorn sehr gut. Auch aus Rambler-Rosen lässt sich eine schöne Windschutzhecke herstellen.

Welche Materialien eignen sich zum Bau eines Windschutzzauns?

Neben grundlegenden handwerklichen Kenntnissen benötigen Sie abhängig von der Art des Windschutzes, den Sie selber bauen möchten, ein Fundament. Sie sollten mit Werkzeugen wie Akkuschrauber, Spaten, Schaufel, Sägen, Hammer, Elektrobohrer und Linienlaser professionell umgehen können.

Holz

Als Haus- oder Wohnungsbesitzer können zum Beispiel aus Holzlatten einen Windschutz für die Terrasse selber bauen. Erstellen Sie eine Skizze und ermitteln Sie auf dieser Basis den Materialbedarf. Sie benötigen einen Elektrobohrer mit Bohraufsatz, mit dem in die Decke und den Betonboden Löcher gebohrt werden.

Außerdem müssen Sie einen Rahmen anfertigen, den Sie dann am Boden und an der Decke anschrauben. Darauf können Sie je nach Wunsch horizontal oder vertikal Lamellen befestigen. Je weniger Abstand zwischen den Latten gelassen wird, desto besser ist Ihre Terrasse vor Wind geschützt. Diese Konstruktion kann auch Kletterpflanzen (Efeu, Hopfen, Clematis) als Rankhilfe dienen.

Plexiglas

Sie können den Windschutz auch aus Plexiglas bauen. Dieses Material ist 30 Mal stärker als herkömmliches Glas und weist obendrein noch ein geringes Gewicht auf. Überdies ist es häufig sogar UV-beständig. Plexiglas ist in diversen Dicken erhältlich. Bevor es ans Bauen geht, sollten Sie allerdings die Fläche ausmessen und auf Basis dieser Maße eine Skizze anfertigen.

Danach lässt sich auch der Materialbedarf berechnen. Die Durchsichtigkeit des Materials reicht von transparent über milchig-trübe bis vollkommen blickdicht. Bevor Sie einen solchen Zaun bauen, sollten Sie sich beim zuständigen Bauamt (Gemeinde) erkundigen, wie hoch der Schutz sein darf. In der Regel weist ein Windschutz für die Terrasse eine Höhe von etwa 1,8 bis 2 Metern auf. Dann bietet er nicht nur Schutz vor Wind und Sturmböen, sondern auch vor ungewollten Blicken.

Fundament: Als Fundament können Sie Hartholzpfähle mit den Maßen von 10 x 10 cm verwenden, die mindestens 50 cm in den Boden versenkt werden. Prüfen Sie mit dem Linienlaser oder einer Wasserwaage, ob die Pfähle lotrecht im Boden stehen. Sie werden mit einem Rahmendübel befestigt und an der Unterseite mit Verbindungsstücken miteinander verbunden.

An die Plexiglas-Platten werden U-Profile platziert, die Sie vorher auf 45° Gehrung sägen müssen. Sie werden an die Pfähle und an die Verbindungsstücke geschraubt. Jetzt können Sie auch die Plexiglas-Platten hineinschieben. Ab einer Breite von einem Meter wird eine Plattendicke von 8 Millimeter empfohlen. Nun werden die U-Profile an die Hartholzpfähle und Verbindungsstücke geschraubt. Beim Aufbau gilt es darauf zu achten, dass die drei Elemente gut aneinander anschließen.

Wichtig ist obendrein, dass die Teile ordnungsgemäß ausgerichtet sind. Legen Sie dazu die Platten auf einen weichen Untergrund (Teppich, Decke). Ziehen Sie die Schutzfolie ab und kleben Sie ein Schaumstoffklebeband entlang der Plattenränder. Sobald die Plexiglas-Platten angebracht sind, montieren Sie einen Holzbalken oben darüber. Auf diese Weise erhält der Windschutz noch einmal zusätzliche Stabilität.

Windschutz aus Stoff

Sie wollen keine feste Struktur? Dann kaufen Sie einen widerstandsfähigen Stoff, der mit Regen, Wind und UV-Strahlen zurechtkommt. Diese Stoffe gibt es im Handel in unterschiedlichen Längen, Breiten und Farben. Verwenden Sie zwei Stangen, um den Stoff an seinem oberen und unteren Ende zu befestigen und um ein Spannen zu ermöglichen. Fertigen Sie eine Wand- und Bodenbefestigung an, in der diese Stangen verankert werden.

Trennwände aus Glas für die Terrasse

Bei einer Glastrennwand für den Außenbereich sollte es sich immer um ein Verbundsicherheitsglas handeln, das aus zwei Scheiben hergestellt wird. Die beiden Scheiben sind mit einer reißfesten Folie miteinander verklebt. Diese Art Windschutz ist beständig und sicher. An Nutzer werden Sie viele Jahre Ihre Freude damit haben.

Für den Outdoor-Bereich haben Sie die Wahl zwischen 10 mm dickem Einscheiben-Sicherheitsglas oder einem Verbundsicherheitsglas mit den Stärken 8,76 mm bis 12,76 mm. Als Windschutz eignet sich Klarglas, farbiges Glas, satiniertes Glas oder mit Motiven verziertes Glas etc. Wenn Sie es im Herbst auf der Terrasse gerne angenehm warm haben, dann verwenden Sie Verbundsicherheitsglas mit einer Heizfolie in der Mitte. Dann können die Scheiben elektrisch beheizt werden.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Wenn Sie den Windschutz selber bauen, können Sie sich für diverse Materialien entscheiden
  • Der Windschutz aus Glas ist UV-beständig und wetterfest
  • Ein Plexiglas-Windschutz ist leicht
  • Plexiglas-Platten sind in diversen Größen und Formen erhältlich
  • Der Windschutz aus Holz ist einfach anzufertigen
  • Ein hölzerner Windschutzzaun passt so gut wie auf jede Terrasse
  • Eine Hecke als Windschutz bringt Natur auf die Terrasse
  • Der Windschutz aus Glas verbaut die Aussicht nicht
  • Wenn Sie den Windschutz selber bauen, erhalten Sie eine maßgeschneiderte Lösung
  • Bei einem Windschutz aus Glas können Sie Farben und Oberflächen an Ihre Terrasse anpassen

Nachteile

  • Ein Windschutz aus Holz erfordert eine gewisse Pflege
  • Zum selber Bauen benötigen Sie etwas handwerkliches Geschick
  • Sie müssen mit Werkzeugen wie Akkuschrauber, Bohrmaschine, Sägen etc. umgehen können
  • Die Hecke als Windschutz braucht Zeit zum Wachsen

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