Verbundglas im Überblick: Nutzung, Qualität & Kosten

Autor: Franz Wächter
  • Glas-Experte

Was ist Verbundglas?

Verbundglas besitzt eine robuste Struktur, die nur schwer zu brechen ist. Es besteht aus mindestens zwei Glasscheiben, die durch eine Zwischenschicht aus Kunststoff (PVB-Folien aus Polyvinylbutyral) verbunden sind. Diese Folie ist im Allgemeinen transparent und um die 0,38 Millimeter dick. Die Zwischenschichten bieten dem Glas Halt und Stütze. Sie bilden selbst dann eine gleichmäßige Schicht, wenn das Glas zerbrochen ist. Die Folie soll zudem verhindern, dass die Verglasung bei einem Durchstoßen komplett zerbrochen wird. Verbundglas ist eine erstklassige Alternative zu „normalen“ Glas, denn es ist schwer zu brechen und daher vielseitig einsetzbar.

Wenn Sie sich in Ihrem Haus für Fenster aus Verbundglas entscheiden, kommt auch die Wärmedämmung nicht zu kurz. Sie werden den Wärmeverlust an den Fenstern reduzieren und auf diese Weise Ihre Heizkosten senken. Es kommt auf die Anzahl, Art und Stärke der Glasscheiben sowie der Zwischenschichten an, ob das Verbundglas als Brandschutz-, Schallschutz- oder Sicherheitsglas zum Einsatz kommen kann. Aber es kann durchaus sinnvoll sein, im Erdgeschoss schlag- und einbruchfestes Verbundglas zu wählen, das zudem einen guten akustischen Schutz, vor der stark befahrenen Straßen zu bieten hat.

Wo wird Verbundglas genutzt?

  • bei Privathäusern
  • in Geschäftsgebäuden (Banken, Luxusgeschäfte)
  • bei Schienen- und Straßenfahrzeugen
  • als absturzsicheres Geländer
  • im Bauwesen für Fahrzeuge

Da Verbundglas in verschiedenen Formen, mit mehreren Stärken und verschiedenen Kombinationen hergestellt werden kann, ist es flexibel einsetzbar. Diese Glasart kommt sowohl in Geschäftsräumen als auch in Privathäusern zum Einsatz. In Gemeinschaftsbereichen wird Verbundglas insbesondere als Akustikverglasung verwendet. Bei Einfamilienhäusern werden Fenster, Terrassentüren und Veranden mit dem Glas ausgestattet. Verbundglas ist eine ideale Lösung für alle, die ihr Zuhause gegen Schnittverletzungen absichern möchten.

Die Hauptanwendungsbereiche für Verbundglas sind die Frontscheiben von Flugzeugen, Zügen und Straßenfahrzeugen. Im Bauwesen kommt das robuste Glas bei absturzsichernden Verglasungen sowie im Fahrzeugbereich zum Einsatz.

Die Kosten von Verbundglas

Die Preise für Verbundglas werden pro Quadratmeter berechnet. Für eine Verbindungstür mit Verbundglas für den Innen- und Außenbereich müssen Sie mit Kosten zwischen 300 und 500 Euro rechnen. Das ist natürlich nur ein Richtwert. Der Preis wird durch die Verbundglasstärke, die Glasart und die Art der Folie beeinflusst.

Ein Quadratmeter Verbundsicherheitsglas, 6 Millimeter stark und mit einer integrierten Folie mit 0,38 Millimeter Dicke schlägt mit etwa 35 Euro zu Buche. Für eine Glasscheibe mit 12 Millimeter Stärke müssen Sie zirka 75 Euro pro Quadratmeter auf den Tisch legen. Es kommen noch Extrakosten für das Schleifen und Polieren der Kanten sowie für das Anbringen von Löchern hinzu. Für einen Aufpreis können auch Fotodrucke in ein Verbundsicherheitsglas integriert werden.

Was ist der Pummeltest bei Verbundglas?

Beim sogenannten „Pummeltest“ werden die Qualität und Sicherheit von Verbundglasscheiben überprüft. Bei der Zerstörung dieses Glases müssen die Glasbruchstücke an der PVB-Folie kleben bleiben. Beim Pummeltest wird ein Verbundglas aus zwei Floatglasplatten mit einer maximalen Stärke von 2 mm x 4 mm auf einer geneigten Unterlage aus Metall, mit einem Hammer zerschlagen (to pummel). Danach wird das kaputte Glas in Augenschein genommen und beurteilt. Sein Haftniveau wird nach den anhaftenden Glasbruchstücken in „Pummelwerte“ zwischen 0 und 10 eingeordnet. Höhere Werte geben Auskunft über ein besseres Haftverhalten.

Verbundglas: Vorteile

  • Verbundglas bleibt formstabil
  • es ist haltbar und leicht
  • das Glas hat eine robuste Struktur
  • sorgt für die Sicherheit von Fahrzeuginsassen
  • diese Glasart kann vielseitig eingesetzt werden

Verbundglas ist um zirka 10 Prozent leichter und haltbarer als Einscheiben-Sicherheitsglas. Es wird hauptsächlich wegen seiner Sicherheitseigenschaften verwendet. In einigen Fällen kommt es obendrein als Schallschutz- und Brandschutzglas zum Einsatz. Dank mehrere (mindestens zwei) Glasschichten und einer PVB-Zwischenschicht kann das Verbundglas, abhängig von seiner Stärke und Folie sogar Flammen und Schüssen standhalten. Es kommt vor allem dort zum Einsatz, wo Sicherheit für die Insassen erforderlich ist, wie etwa in Zügen und Flugzeugen. Denn es bleibt formstabil und schützt die Insassen beispielsweise bei einem Unfall. Verbundglas wird zudem in Gebäuden, die einen besonderen Schutz benötigen (Banken, Luxusgeschäfte) verwendet.

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