ᐅ Badezimmer klein: Praktische Möglichkeiten für kleine Räume [2022]

Autor: Franz Wächter
  • Glas-Experte

Mit der richtigen Einrichtung, durchdachten Materialien und ein paar smarten Ideen lässt sich auch ein kleines Badezimmer hochwertig, praktisch und funktional gestalten. Glücklicherweise gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um Räume größer wirken zu lassen und den Platz optimal auszunutzen. Dieser Beitrag erklärt Ihnen, worauf Sie im Detail achten können, um das Maximum aus einem kleinen Badezimmer herauszuholen.

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Ab wann ist ein Badezimmer klein?

Im Sanitärbereich haben sich folgende Größen für die Bewertung eines Badezimmers etabliert:

  • Zwei Quadratmeter: Mini Gäste WC mit Dusche 2qm
  • Drei bis sechs Quadratmeter: Kleines Badezimmer
  • Sieben bis zwölf Quadratmeter: Normales Badezimmer
  • Über zwölf Quadratmeter: Großes Badezimmer

Wer ein neues Bad plant, dem wird eine Mindestgröße von acht Quadratmetern empfohlen. Das bietet ausreichend Platz für Waschbecken, WC und eine Dusch- und Bademöglichkeit. Auf einer Größe von unter drei Quadratmetern lässt sich kaum ein Badezimmer realisieren. Diese Größe ist lediglich für eine Toilette mit Waschbecken ausreichend. Wenn Sie jedoch mindestens drei Quadratmeter haben, können Sie dort sogar eine Badewanne-Dusche-Kombi umsetzen.

Kleine Badezimmer – Lösungen für Dusche und Wanne

Eine Grundsatzfrage für jedes Bad ist: Dusche oder Badewanne oder beides? Für kleine Bäder bieten sich folgende Lösungen an:

  • Eine kombinierte Duschbadewanne mit tiefem Einstieg
  • Ein Duschaufsatz für die Badewanne
  • Eine ebenerdige Dusche für ein kleines Bad, die nur mit einer Glaswand vom Rest des Badezimmers abgetrennt ist.

Badezimmer klein – Ideen zum Platzsparen

Neben den platzsparenden Lösungen zum Duschen und Baden gibt es für Bäder noch viele weitere Möglichkeiten, um Platz zu sparen. Wir stellen Ihnen einige praktische Ideen zum Platzsparen im kleinen Bad vor. Außerdem erhalten Sie einige Tipps, wie der ganze Raum optisch größer wirkt.

Installationswände in Leichtbauweise

Nicht jede Wand im Bad muss eine massive und zentimeterdicke Mauer sein. Für kleine Räume bieten sich Installationswände in Leichtbauweise an. Dort ist alles Wichtige verstaut und dennoch bleibt Platz im Raum.

Die Höhe des Raumes nutzen

Schränke können im Bad auch oben an den Wänden angebracht werden. Wenn es nicht so viel Platz gibt, bietet sich als Alternative ein einfaches Wandregal an. So bleibt der Platz unten frei, um sich bewegen zu können und es ist dennoch genug Stauraum vorhanden, um wichtige Gegenstände unterzubringen.

Haken an den Wänden oder an der Tür montieren

Nicht alles muss im Bad in einem Schrank verstaut werden. Viele Dinge lassen sich mit Haken an die Wände oder an die Tür hängen. Es gibt zum Beispiel dekorative Körbe für wichtige Utensilien. Das kann sogar den Platz für den Badschrank einsparen. Aufgeräumt sind die Dinge dennoch.

Eine offene Dusche planen

Eine offene Dusche besteht aus den gleichen Fliesen wie der Rest des Raums und ist in der Regel nur durch eine Glaswand (Tipp: Glaswände im Bad) abgetrennt. Das kann viel platzsparender sein als eine Duschkabine aus Glas. Zudem lassen die durchgehenden Fliesen den Raum optisch größer wirken. Denn zusätzliche Unterteilungen lassen ein kleines Bad noch kleiner wirken.

Ein fugenloses Bad planen

Wer im Bad komplett auf die Fugen verzichtet, schafft ein großzügiges Raumgefühl. Erreichen lässt sich das beispielsweise durch Kalkputz, Sicht-Estrich oder den Feinputz Beton Ciré. Der Verzicht auf Fliesen sorgt zusätzlich dafür, dass sich kein Schimmel (Tipp: Schimmel am Fenster entfernen) bilden kann und das Bad pflegeleicht ist.

Die Farben aufeinander abstimmen

Viele verschiedene Farben lassen einen Raum unruhig und damit kleiner wirken. Besser ist es, wenn Sie die Farben im Bad gut aufeinander abstimmen. Wählen Sie zum Beispiel den gleichen Farbton für den Teppich wie für die Badmöbel und wechseln nicht zu viele Farben ab. Das bringt eine angenehme und optisch größere Atmosphäre ins Badezimmer.

Einen Spiegelschrank nutzen

Verbirgt sich hinter dem Spiegel ein Schrank, ist das der perfekte Stauraum. Dort können Utensilien sauber und ordentlich verstaut werden, ohne, dass zusätzlicher Platz nötig ist. Spiegelschränke gibt es inzwischen in ganz modernen Ausführungen.

Welche Materialien sind ideal für ein kleines Badezimmer?

Mit dem richtigen Material lässt sich ein Bad optisch vergrößern. Stein und Holz sind perfekt für eine angenehme und gemütliche Optik. Und gemütliche Räume wirken automatisch größer und man hält sich gerne in ihnen auf. Bei den Fliesen sollten Sie die einzelnen Fliesen so groß wie möglich wählen. Das vergrößert den Raum optisch ebenfalls. Eine Alternative sind fugenlose Varianten mit Sicht-Estrich oder in Beton-Optik. Auch diese Materialien gibt es in verschiedenen Farben und Ausführungen.

Licht als Vergrößerung in einem kleinen Badezimmer

Ein wichtiges Element, um ein Badezimmer größer wirken zu lassen, ist Licht. Dabei geht es einerseits um die Wahl der Lampen, andererseits auch darum, wie sie angebracht sind. Sind die Lampen nach oben gerichtet, geben Sie dem Raum mehr Höhe. Wichtig ist, dass die Beleuchtung blend- und schattenfrei ist. In einem kleinen Badezimmer sollten Sie auf mehrere Lichtquellen setzen. Ideal sind zum Beispiel LED-Spots oder ein LED Spiegel Bad. Damit wird das Auge nicht auf eine einzige Lichtquelle gelenkt und Sie können den kompletten Raum gut ausleuchten.

Ein Spiegel als raumvergrößerendes Element

Auch ein Spiegel kann dazu beitragen, dass ein Raum optisch größer wirkt. Ideal ist ein groß gewählter, runder Spiegel. Er reflektiert das Licht besser als dies eckige Modelle tun. Das sorgt dafür, dass der Raum insgesamt größer wirkt und eine angenehme Atmosphäre herrscht.

Luxus durch Fliesen für ein kleines Badezimmer

Fliesen sind ein wichtiges Gestaltungselement in jedem Badezimmer und können die Optik deutlich verändern. Gerade für kleine Räume gilt: Fliesen großzügig wählen. Großformatige Fliesen lassen den Raum größer wirken. Viele kleine Fliesen drücken den Raum optisch zusammen und lassen eine gedrungene Atmosphäre entstehen.

Badezimmer klein – die Kosten der Einrichtung

Die Kosten eines Badezimmers werden vor allem von der Größe des Raumes bestimmt. Weitere Kostenfaktoren sind die verwendeten Materialien und welche Einrichtungsgegenstände eingebaut werden sollen. Als Faustregel spricht man bei einem Bad von Kosten zwischen 2.000 und 5.000 Euro pro Quadratmeter. Ein kleines Bad mit drei Quadratmetern kann also ab 6.000 Euro komplett eingerichtet werden.

Die Kosten setzen sich einerseits aus den Einrichtungsgegenständen und andererseits aus den Kosten für die Handwerker zusammen.

Konkretes Preisbeispiel für ein kleines Bad

Für die Einrichtungsgegenstände (WC, Waschbecken, Badmöbel, Dusche bzw. Duschbadewanne und Heizung) sollten Sie mit mindestens 2000 bis 3000 Euro kalkulieren. Für die Handwerkerarbeiten können Sie mit Kosten zwischen 3.000 und 5.000 Euro rechnen. Darunter fallen die Kosten für Fliesen und deren Verlegung, Putz, elektrische Arbeiten und Malerarbeiten. Nach oben sind bei den Kosten wenig Limits gesetzt.

Fazit

Mit den richtigen Materialien, wie Stein und Holz, großformatigen Fliesen oder einer fugenlosen Ausführung, einer intelligenten Beleuchtung und einem durchdachten Raumkonzept lassen sich auch auf wenigen Quadratmetern schöne Bäder realisieren. Im besten Fall bekommen Sie sogar Dusche und Badewanne – nebst Waschbecken und WC – unter. Gute Planung ist hier alles.

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