ᐅ Schimmel am Fenster: Ursachen & mögliche Abhilfe [2022]

Autor: Franz Wächter
  • Glas-Experte

Wenn Wohnungs- oder Hausbesitzer am Fenster kleine schwarz-grünliche Schimmelflecken erkennen, ist handeln angesagt. Schimmel ist schlecht für die Bausubstanz und schädigt auf Dauer die Gesundheit. Dieser Beitrag geht auf die häufigsten Gründe und Ursachen ein. Er beschreibt auch, was sich gegen Schimmel tun lässt.

Wie entsteht Schimmel am Fenster?

Für die Entstehung von Schimmel kommen in der Regel zwei Faktoren zusammen:

  • Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in Innenräumen
  • Eine zu geringe Zirkulation der Luft.

Kommen diese beiden Faktoren zusammen, ist es oft nur eine Frage der Zeit, bis sich Schimmel bildet. Gerade wenn sich der Schimmel am Rahmen des Fensters bildet, sieht man ihn nicht immer gleich. So kann er sich an diesem neuralgischen Punkt oft über Wochen ausbreiten, bevor er entdeckt wird.

Dabei ist Schimmel nicht nur an Fenstern ein Problem. Viele Menschen kennen Schimmel aus schlecht gelüfteten Badezimmern oder dem heimischen Kühlschrank.

Muss man Schimmel, der sich am Fenster gebildet hat, immer entfernen?

Wer an seinem Fenster Schimmel entdeckt, sollte schnell aktiv werden und ihn entfernen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass er sich weiter ausbreitet. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern ist auch für die menschliche Gesundheit problematisch.

Ist Schimmel am Fenster gefährlich?

Schimmel stellt immer eine ernstzunehmende Gefahr für die menschliche Gesundheit dar. Ausgehend vom Fenster können die Schimmelsporen in die Raumluft gelangen. Beim Menschen können Sie die verschiedensten Beschwerden auslösen:

  • Beschwerden der Atemwege bis hin zu chronischen Lungenkrankheiten
  • Asthma und Allergien
  • Kopfschmerzen
  • Herz-Kreislauferkrankungen

Was tun gegen Schimmel am Fenster?

Kleine Schimmelflecken lassen sich mit einem Anti-Schimmel-Mittel selbst entfernen. Handelt es sich um einen großflächigen Schimmelbefall ist es besser, einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Eine chemische Behandlung durch einen Fachmann kostet schnell einmal 1000 Euro oder mehr. Ist eine komplette Schimmelsanierung nötig, ist das weitaus teurer.

Denn da kann zum Beispiel das Abdichten von Rissen in den Wänden mit einem bestimmten Putz die Lösung sein. Das trifft zu, wenn das Problem nicht vom Fenster, sondern von der Wand kommt. Auch ein Austausch der Isolierung, der Einbau neuer Fenster oder das Anbringen einer Anti-Schimmel-Beschichtung kann manchmal die Lösung sein.

Die Hausmittel, um Schimmel zu beseitigen

Es gibt zum Glück einige Hausmittel, die sie bei Schimmelbefall am Fenster selbst anwenden können. Dazu zählen:

  • Haushaltsreiniger
  • Essig
  • Wasserstoffperoxid
  • Alkohol und Isopropanol
  • Eine alte Zahnbürste

Der herkömmliche Haushaltsreiniger

Es muss nicht immer gleich ein Spezialmittel sein. Auch herkömmliche Haushaltsreiniger sind hocheffektiv gegen Schimmel. Sie können daneben auch für viele andere Zwecke genutzt werden.

Essig gegen Schimmel

Auch Essig ist aufgrund seines niedrigen pH-Werts gut geeignet, um gegen Schimmel vorzugehen. Denn Schimmelpilze mögen es nicht sauer.

Schimmelentfernung mit Wasserstoffperoxid

Wasserstoffperoxid ist als Bleich- oder Desinfektionsmittel bekannt. Auf Schimmel hat es eine oxidierende Wirkung. Das heißt, das Mittel zerstört die Pilzzellen. Zugleich bleicht es die unschöne dunkle Farbe aus. Ein Liter kostet nur wenige Euro. Achten Sie darauf, dass es sich um eine mindestens 3%ige-Lösung handelt. Das Mittel kann einfach mit einem Tuch aufgetragen werden.

Schimmelentfernung mit Alkohol oder Isopropanol

Auch 70%iger Alkohol oder Isopropanol, das in Apotheken erhältlich ist, hat eine ähnliche Wirkung auf den Schimmel. Auch Alkohol kostet nur wenige Euro und die Flecken werden damit ebenfalls mit einem Tuch behandelt.

Dem Schimmel mit der Zahnbürste den Gar ausmachen

Bei Schimmelbefall kann eine alte Zahnbürste sehr wirksam sein. Gerade, wenn sich der Schimmel an Ecken oder schwer zugänglichen Stellen gebildet hat. Auch ein Wattestäbchen erweist oft gute Dienste.

Die vorbeugenden Maßnahmen

Sind bauliche Mängel ausgeschlossen, die zur Bildung von Schimmel führen, gibt es einige Tipps, um Schimmel nicht entstehen zu lassen.

  • Mehrmals täglich mit komplett geöffnetem Fenster lüften. Kippen kann Schimmel sogar begünstigen.
  • Das gilt vor allem bei starker Feuchtigkeit wie dem Kochen, Duschen oder Wäsche trocknen
  • Hat sich Kondenswasser am Fenster gebildet, muss dies regelmäßig abgewischt werden.

Schimmel am Fenster in der Mietwohnung – wer bezahlt?

Für die Antwort auf die Frage muss zuerst die Ursache ermittelt werden. Sind bauliche Mängel, wie Wärmebrücken Schuld, muss der Vermieter für den Schaden aufkommen. Es gibt aber auch Fälle, in denen sich Schimmel durch das falsche Verhalten des Mieters bildet. Zum Beispiel, wenn sich im Badfenster Schimmel gebildet hat, weil der Mieter nach der täglichen Dusche nie gelüftet hat.

Wann zahlt die Versicherung bei Schimmelbefall?

Schimmelbefall per se ist keine Standardleistung der Haushaltsversicherung. Es sei denn, dass der Schimmelbefall beispielsweise durch einen Wasserschaden verursacht wurde.

Fazit

Schimmel am Fenster ist leider ein Problem, das in vielen Wohnungen auftritt. Oft lässt er sich durch richtiges Verhalten, wie regelmäßiges Lüften verhindern. Kleine Schimmelflecken können selbst entfernt werden. Bei großflächigem Befall ist besser ein Fachmann zu Rate zu ziehen.

Ähnliche Beiträge

Bad
23 August 2022

ᐅ Raumspardusche: So nutzen Sie Ihr Bad noch effektiver [2022]

Weiter lesen