Einbruchhemmendes Glas: Sicherheit & Schutz für Ihr Zuhause

Ratgeber

Einbruchhemmendes Glas ist eine wichtige Sicherheitsmaßnahme, die Ihr Zuhause vor Einbrüchen schützt. Dieses spezielle Glas besteht aus mehreren Schichten, die es besonders widerstandsfähig gegen Durchbruchversuche machen. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Vorteile einbruchssicheres Glas bietet, wie es funktioniert und in welchen Bereichen es besonders sinnvoll ist. Erfahren Sie zudem, welche Sicherheitsstufen es gibt und wie Sie die richtige Glas-Art für Ihre Bedürfnisse auswählen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Sicherheitsstufen: Einbruchhemmendes Glas ist in verschiedenen Sicherheitsstufen erhältlich, die je nach Risiko ausgewählt werden können.
  • Material: Besteht aus mehreren Schichten Glas und Kunststoff (PVB), die eine hohe Widerstandsfähigkeit bieten.
  • Anwendungsbereiche: Ideal für Fenster, Türen und Schaufenster in gefährdeten Bereichen.
  • Zusätzlicher Schutz: Kann mit Alarmanlagen und Sicherheitsfolien kombiniert werden, um den Schutz zu erhöhen.
  • Pflege: Einbruchhemmendes Glas ist pflegeleicht und erfordert keine spezielle Wartung.

Was ist einbruchhemmendes Glas?

Laut Definition handelt es sich bei einem einbruchhemmenden Glas um eine Verglasung, die im Vergleich zum klassischen Klarglas deutlich schwieriger zu durchdringen ist. Maßgeblich zur Bestimmung ist dabei die EN-Norm 1627. Diese misst die Zeit, wie lange es dauert, bis ein komplettes Fenster (Scheibe und Rahmen) aufgebrochen ist und unterteilt das Glas dann in Widerstandsklassen ein.

Dabei gibt es die Klassen RC1 N, RC2, RC2 N – bis hin zu RC6. Zur Normung wird bei der Prüfung sowohl die Dauer als auch das Werkzeug vorgegeben. So muss ein Fenster einem Einbruch unter Einsatz eines Winkelschleifers oder einer Bohrmaschine mindestens drei Minuten lang widerstehen. Auch das Glas selbst wird überprüft, wobei es dazu noch einmal eigene Widerstandsklassen gibt.

Tipp: Geprüft werden laut EN-Norm nicht nur Echtglas, sondern auch Polycarbonatfenster.

Welche Widerstandsklassen gibt es?

Neben den Widerstandsklassen für das gesamte Fenster werden auch die Scheiben geprüft, wobei es hierbei zwei große Unterscheidungen gibt. Die Widerstandsklassen für das reine Glas lauten.

  • P1A
  • P2A
  • P3A
  • P4A
  • P5A
  • P6B
  • P7B
  • P8B

Glasplatten und Glasscheiben mit der Zertifizierung nach P1A bis P5A heißen laut EN-Norm 356 “durchwurfhemmendes Glas”. Dabei handelt es sich um VSG-Glas, das aus zwei Glasscheiben besteht und dabei eine Stärke zwischen 8 und 10 Millimetern besitzt. Hierbei kann das Glas zwar die meisten Stöße und Schläge abhalten – einen Einbruch verhindert es allerdings nicht.

Einbruchsicher sind daher nur Glasscheiben mit der Klassifizierung P6B bis P8B. Auch dabei handelt es sich um eine VSG-Scheibe, nach dem oben genannten Muster, allerdings liegt die Stärke im Schnitt zwischen 15 und 40 Millimeter. Dieses Glas kann nur mit groben Werkzeugen wie einer Bohrmaschine durchdrungen werden – und auch das dauert eine lange Zeit.

An welchen Orten wird am meisten eingebrochen?

Mit 90 Prozent wird meistens über Fenster eingebrochen, wobei dabei 48 Prozent auf die Terrassentür entfallen – die vornehmlich an der Rückseite des Hauses zu finden ist. Danach kommt auch schon die Haustür, die mit 12 Prozent ebenfalls stark betroffen ist. Eher selten wird über den Keller in ein Haus eingestiegen, da es sich dabei vornehmlich um Brandschutztüren handelt.

Die Kölner Studie untersuchte darüber hinaus, welche Häuser stark betroffen sind. Am stärksten belastet sind Mehrfamilienhäuser, wobei dabei stets über die Wohnungsinnentür eingestiegen wird (hierbei handelt es sich vornehmlich um eine einfache Holztür, die in wenigen Sekunden geöffnet werden kann).

Über Balkone wird vornehmlich in das Erdgeschoss eingestiegen, da ansonsten das Unfallrisiko zu hoch ist.

Kann man einbruchhemmendes Glas zuhause nachrüsten?

Je nach Aufbau des Fensterrahmens und des Fensters ist es möglich einbruchhemmendes Glas nachzurüsten, wobei die Stärke des Glases dabei maßgeblich ist. Allerdings muss dies bei einem Kunststoffrahmen von einem Fachbetrieb durchgeführt werden, da dieser auch den wärmedämmenden Effekt nachrüsten kann.

Wichtig zu wissen ist allerdings, dass der Rahmen immer noch auf dem alten Stand bleibt. Es ist daher sinnvoller, gleich neue Fenster einzubauen, da diese nicht nur einbruchhemmendes Glas besitzen, sondern zugleich auch noch Sicherheitseinrichtungen im Rahmen führen.

Einbruchhemmendes Glas ist dabei nicht sonderlich günstig und so kostet P6B-Glas mindestens 1.000 Euro pro Quadratmeter zuzüglich Montage und Versand.

Was kostet einbruchhemmendes Glas? 

Wie bereits erwähnt, kostet einbruchhemmendes Glas pro Quadratmeter mindestens 1.000 Euro. Mit dem Glas alleine ist es allerdings nicht getan und so werden in diesem Vergleich auch noch die Kosten für den Rahmen inkludiert. 

Bei den genannten Preisen handelt es sich stets um Richtwerte, in denen weder die Montage noch der Versand einkalkuliert worden sind. Vor allem der Einbau sollte Profis überlassen werden, da nur so ein guter Schutz gewährleistet werden kann.

Weiterhin zeigt sich, dass 2-fach-verglaste Fenster günstiger sind als 3-fach-verglaste Modelle. Zur Vergleichbarkeit wurde bei den Preisen auf Isolierglas und nicht auf Wärmeschutzverglasung gesetzt – letztere ist noch einmal teurer.

Für die reine Montage muss man hingegen mit Preisen um die 50 Euro pro Fenster rechnen. Um Kosten zu senken, ist es daher empfehlenswert, die alten Fenster in Eigenregie auszubauen, was bei modernen Fenster kein großes Problem darstellen sollte.

Tipp: Moderne Fenster können über Kleinanzeigenportale wieder zu Geld gemacht werden.

Wie Sie sich zusätzlich schützen können

Die moderne Technik macht es möglich und so gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie man sich vor Einbrüchen schützt. Zuerst einmal kann ein weiteres Schloss eingebaut werden, sodass ein Fenster oder eine Tür auch nach Aufbruch der Hauptgarnitur nur öffnen lässt.

Darüber hinaus gibt es auch noch subtile Maßnahmen. Es gibt GPS-Türwächter, die einen stillen Alarm auslösen, unter Umständen sogar direkt die Polizei alarmieren. Auch die klassischen Fenstergitter gibt es noch, wobei das Design selbstverständlich nur wenig ästhetisch ist (die Schutzwirkung ist dafür hoch).

Schließlich gibt es Haustüren, in denen ein filigranes Gitter eingelassen wurde. Dieses Gitter stabilisiert die Glasscheibe zusätzlich und schützt damit vor Einbrüchen.

Fazit zu einbruchhemmendes Glas

Es gibt einen Unterschied zwischen einbruchhemmenden und durchwurfhemmendes Glas. Bei letzterem handelt es sich zwar auch um Sicherheitsglas, allerdings gewährleistet dieses Glas keinen Schutz vor Einbrüchen. Dies machen auch die Widerstandsklassen deutlich. Während durchwurfhemmende Gläser nach P1A bis P5A zertifiziert sind, ist einbruchhemmendes Glas nach P6B bis P8B ausgezeichnet – diesen Unterschied gilt es zu beachten.

Weiterhin werden die Fenster in ihrer Gesamtheit geprüft und ebenfalls in Widerstandsklassen unterteilt (unabhängig vom Glas). Diese lauten RC1 bis RC6, wobei ein Fenster der Stufe 6 länger einem Einbruchsversuch standhält als ein Fenster der Stufe 1. Einbruchhemmende Fenster gibt es zu Preisen ab 300 Euro, wobei der Einbau pro Fenster noch einmal 50 Euro kostet. Vor allem Terrassentüren sollten aus einbruchhemmenden Glas bestehen, da diese das Hauptziel von Einbrechern darstellen.

FAQs zu einbruchhemmendes Glas

Wie funktioniert einbruchhemmendes Glas?

Es besteht aus mehreren Schichten Glas und Kunststoff (PVB), die zusammen eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Durchbruchversuche bieten.

Welche Sicherheitsstufen gibt es bei einbruchhemmendem Glas?

Es gibt verschiedene Sicherheitsstufen, die je nach Risiko und Anwendung ausgewählt werden können. Diese reichen von Basis- bis hin zu Hochsicherheitsgläsern.

Wo ist der Einsatz von einbruchhemmendem Glas besonders sinnvoll?

Einbruchhemmendes Glas ist ideal für Fenster, Türen und Schaufenster in Bereichen mit hohem Einbruchsrisiko.

Kann ich einbruchhemmendes Glas mit anderen Sicherheitsmaßnahmen kombinieren?

Ja, es kann mit Alarmanlagen, Sicherheitsfolien und verstärkten Rahmen kombiniert werden, um den Schutz zu erhöhen.

Ist einbruchhemmendes Glas pflegeleicht?

Ja, es ist pflegeleicht und erfordert keine spezielle Wartung. Normale Reinigungsmethoden reichen aus, um das Glas in gutem Zustand zu halten.

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