Schiebetür abdichten: Tipps & Tricks für eine optimale Isolierung

Ratgeber

Das Abdichten einer Glasschiebetür ist entscheidend für eine bessere Wärmeisolierung und den Schutz vor Zugluft und Feuchtigkeit. Eine gut abgedichtete Schiebetür erhöht den Wohnkomfort und spart Heizkosten. In diesem Artikel erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Schiebetür optimal abdichten können, welche Materialien und Dichtungen sich am besten eignen und welche zusätzlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Isolierung beitragen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Energieeffizienz: Effektive Abdichtung reduziert Wärmeverluste und senkt Heizkosten.
  • Komfort: Schutz vor Zugluft und Feuchtigkeit verbessert das Wohnklima.
  • Materialien: Auswahl der richtigen Dichtungsprofile und Materialien für eine langlebige Lösung.
  • Installation: Schritt-für-Schritt-Anleitung zur einfachen und erfolgreichen Abdichtung.
  • Wartung: Regelmäßige Überprüfung und Pflege der Dichtungen für dauerhafte Effizienz.

Glasschiebetür – Vorteile & Anwendungsgebiete

Eine Schiebetür aus Glas besitzt gegenüber einer klassischen Tür einige Vorteile, die vor allem im öffentlichen Raum zu finden sind. Zuerst einmal dringt vermehrt natürliches Licht in den Innenraum und sorgt somit für Helligkeit, aber auch Wärme. Dadurch muss weniger in künstliche Beleuchtung investiert werden, was wiederum den Energiekosten zuträglich ist.

Darüber hinaus haben Schiebetüren aus Glas auch noch die folgenden Vorteile:

  • Einfache Glaspolitur
  • Barrierefreiheit
  • Robust und langlebig

Glasscheiben und Glasplatten besitzen eine glatte Oberfläche, wodurch sich die gläsernen Schiebetüren schnell und einfach reinigen lassen. In diesem Zusammenhang ist auch der geringe Wartungsaufwand zu nennen, denn außer einer regelmäßigen Reinigung ist nichts weiter zu beachten – ganz im Gegenteil zum wartungsaufwendigen Holz.

Schiebetüren besitzen im Allgemeinen keinen Öffnungswinkel und bieten sich somit perfekt für kleine Räume und Terrassen an. Hierbei kann die Schiebetür sogar in einer Wand versenkt werden, wodurch die Raumausnutzung noch einmal verbessert wird. Insgesamt sind die Türen sehr robust und lassen sich auch noch nach vielen Jahren einsetzen.

In Verbindung mit einem ebenerdigen Eingang profitieren Rollstuhlfahrer von diesen Türen (vor allem von Modellen mit Doppelflügel). Dadurch kommen Schiebetüren vornehmlich im geschäftlichen Bereich zum Einsatz und bilden in der Regel die Eingangstüre. Doch auch im privaten Bereich wird diese Türart beliebter.

Ob Terrasse, Wintergarten oder Zimmertür – in fast allen Räumen lässt sich diese Türart verbauen. Vor allem verwinkelte Räume können von diesem Konzept profitieren.

Glasschiebetür einbauen – Montageablauf

Um eine Schiebetür einzubauen, ist es zuerst einmal wichtig, die Wandschiene ordnungsgemäß anzubringen. Diese muss nicht nur fest in der Wand verankert sein (schließlich trägt sie das Gewicht der Glastüren), sondern sollte sich auch leicht bewegen lassen.

Bei Hohlwänden müssen daher tiefere und stärkere Schrauben und Dübel verwendet werden, da nur diese den nötigen Halt bieten. Ist dies gewährleistet, so wird die Schiene an der Wand angehalten, ausgerichtet und die Bohrlöcher angezeichnet. Danach wird die Schiene wieder abgenommen und Löcher gebohrt.

Sobald die Bohrlöcher gesetzt sind, werden die Dübel eingeschlagen und die Schiene kann ordnungsgemäß angebracht werden. Hierbei kann bereits ein Anschlag in die Wandschiene gesetzt werden. Danach werden die Laufrollen und die Garnitur an dem Glaselement verbaut und die Tür kann in ihrer Gesamtheit angehängt werden.

Tipp: Um zu wissen, wie tief gebohrt werden muss, kann man einen Dübel an den Bohrer halten und an die Schnittstelle mit etwas Klebeband abkleben.

Warum muss man eine Schiebetür abdichten?

Durch das wachsende Bewusstsein der Umwelt und den steigenden Energiekosten ist es wichtig, dass Wärme möglichst lange im Raum verbleibt. Neben Wärmeschutzverglasungen ist es wichtig, Türen abzudichten. Diese sorgen allerdings nicht nur dafür, dass Wärme im Innenraum verbleibt, sondern auch, dass Schall nicht in den Innenraum dringen kann.

Weiterhin sind die Personen geschützt vor Wind und Wetter, was vor allem bei Winter- oder Sommergärten wichtig ist.

Schiebetür abdichten – Dichtungsmöglichkeiten

Nicht nur bei Türen gibt es unterschiedliche Varianten (es gibt Modelle, die sich in der Wand versenken lassen), sondern auch bei den Dichtungen. Gängig sind dabei die folgenden Möglichkeiten:

  • Anschlagdichtung
  • Anschlagbürste
  • Staubbürste

Bei Anschlagdichtungen handelt es sich um gummierte Modelle, die zwischen Flügel und Tür sitzen. Diese Dichtungen sorgen nicht nur für einen sanften Lauf, sondern dichten zusätzlich den Spalt zwischen Türblatt und Rahmen ab. Dadurch verbleibt nicht nur Wärme im Raum, auch Wind oder andere Witterungseinflüsse werden “weggedämmt”.

Bei der Anschlagbürste handelt es sich um eine Erweiterung der Anschlagdichtung und ist in allen Bereichen besser als eine Anschlagdichtung. Anschlagbürsten haben, wie der Name vermuten lässt, Borsten, wodurch die komplette Dichtung deutlich breiter aufbaut. Weiterhin ist auch die Montage aufwendiger, da die Dichtung tiefer in den Rahmen eingezogen werden muss.

Im Außenbereich kommen zusätzlich zu den Dichtungen auch noch sogenannte Staubbürsten zum Einsatz. Diese Bürsten dichten den Spalt zwischen Boden und der Glasschiebetür ab. Besteht das Glasschiebetürsystem aus mehreren einzelnen Elementen, so werden die Überlappungen ebenfalls abgedichtet. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Staub und Schmutz nicht in den Innenbereich eindringen können.

Kann man eine Schiebetür selbst abdichten?

Neben der Möglichkeit, eine dichtschließende Schiebetür im Set zu kaufen, kann man eine Abdichtung mit etwas handwerklichem Geschick auch selbst nachholen. Am einfachsten ist dies übrigens dann, wenn es sich um eine Schiebetür mit Glaseinsatz handelt. Der Hintergrund ist, dass durch Holz gebohrt werden kann, während dies beim Sicherheitsglas nicht möglich ist.

Würde man Einscheiben-Sicherheitsglas anbohren, so zerfällt die komplette Scheibe, da sie unter Spannung steht. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Selbstmontage zum Scheitern verurteilt ist. Stattdessen werden die Dichtungen mit einem passenden Kleber verklebt (Staubbürste) oder, falls bereits Einfassungen vorhanden sind, in diese eingezogen. Passende Dichtungen gibt es in Meterware im Online-Versand.

Schiebetür abdichten lassen – Kosten & Anbieter

Während der Einbau einer Schiebetür aus Glas den größten Kostenfaktor darstellt, ist die reine Abdichtung deutlich günstiger und zudem schnell erledigt. Anschlagdichtungen gibt es bereits zu Preisen ab rund 6 Euro pro Meter. Eine Bürstendichtung ist etwas teurer und liegt bei etwa 10 Euro pro Meter

Die Staubbürsten sind aufgrund ihrer Beschaffenheit nochmals teurer und unterliegen einer Vielzahl an Schwankungen. Hochwertige Modelle aus Pferdehaar kosten dabei gerne 16 Euro pro laufenden Meter. Die Montage selbst kostet im Schnitt zwischen 25 Euro und 50 Euro (je nach Aufwand und Beschaffenheit der Tür).

Zur Erläuterung: Entdeckt der Handwerker eine poröse Dichtung, so wird er empfehlen, diese zu tauschen – was wiederum die Kosten abermals erhöht.

Fazit zu Schiebetür abdichten

Durch das wachsende Bewusstsein der Natur gegenüber und den stark steigenden Energiekosten versuchen Haus- und Gartenbesitzer ihre Fenster und Türen möglichst optimal abzudichten. Doch wer seine Schiebetür absichern will, der findet nicht nur einfache Gummidichtungen, sondern auch noch Bürstendichtungen.

Dabei ist die Abdichtung einer Tür grundsätzlich eine richtige und wichtige Entscheidung, da so nicht nur Wärme im Raum verbleibt, sondern auch Geräusche und Ähnliches gedämmt werden. Weiterhin sind die Personen geschützt vor Wind und anderen Umwelteinflüssen.

Hierbei sind die Preise nicht einmal sonderlich hoch, denn passende Dichtungen gibt es als Meterware bereits ab 6 Euro (zuzüglich 25 Euro Montage, sofern man nicht selbst Hand anlegen will).

FAQs zu Schiebetür abdichten

Warum ist es wichtig, eine Schiebetür abzudichten?

Eine gut abgedichtete Schiebetür verbessert die Energieeffizienz, schützt vor Zugluft und Feuchtigkeit und trägt zu einem angenehmen Wohnklima bei.

Welche Materialien eignen sich am besten zum Abdichten einer Schiebetür?

Dichtungsprofile aus Silikon, Gummi oder Schaumstoff sind ideal, da sie flexibel, langlebig und einfach zu installieren sind.

Wie erkenne ich, ob meine Schiebetür undicht ist?

Anzeichen für eine undichte Schiebetür sind spürbare Zugluft, Feuchtigkeitseintritt, erhöhte Heizkosten und sichtbare Lücken oder Beschädigungen an den Dichtungen.

Kann ich die Abdichtung meiner Schiebetür selbst durchführen?

Ja, mit den richtigen Materialien und einer Schritt-für-Schritt-Anleitung können Sie die Abdichtung selbst durchführen. Bei komplexeren Problemen kann jedoch ein Fachmann hilfreich sein.

Wie oft sollte die Abdichtung der Schiebetür überprüft werden?

Eine jährliche Überprüfung und Wartung der Dichtungen wird empfohlen, um ihre Wirksamkeit und Langlebigkeit sicherzustellen.

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