ᐅ Raumspardusche: So nutzen Sie Ihr Bad noch effektiver [2022]

Autor: Franz Wächter
  • Glas-Experte

In Zeiten steigender Baupreise bleibt für viele Bauherren oder Käufer von Eigentumswohnungen ein riesiges Bad ein Traum. Viele nutzen die zur Verfügung stehenden Quadratmeter auch lieber für Wohnraum; gerade am Bad wird dann gerne gespart. Damit auch ein kleines Bad nicht eng und ungemütlich wirkt, muss bei der Planung das Hauptaugenmerk auf die geschickte und raumsparende Platzierung insbesondere der Dusche liegen. Hier kommen Raumsparduschen ins Spiel. Auch wenn das Bad ausreichend groß geplant wurde, gibt es gute Argumente, auf eine Raumspardusche zu setzen – sei es, keinen Platz unnötig zu verschenken oder sei es, ungünstig geplante Installationen bestmöglich auszunutzen.

Nicht nur bei Neubauten geht der Trend zu kleineren Bädern, um beim Bau von Wohnungen oder Einfamilienhäuser sparen zu können. Auch ist es im Wohnungsbau leider immer noch üblich, die Bäder als kleine, beengte „Nasszellen“ zu konzipieren, die weit entfernt davon sind, als Wohlfühloase dienen zu können.

Soll eine solche Wohnung saniert werden und es besteht nicht die Möglichkeit, durch Versetzen von Mauern das Bad zu vergrößern, kann eine raumsparende Technik und durchdachtes Design auch in einem kleinen Bad einen Eindruck von Großzügigkeit erwecken. Besonders viel Platz nimmt in der Regel die Dusche weg, daher sind Raumsparduschen die intelligenteste Lösung, Platz sinnvoll und kreativ zu nutzen. Auch als Nachrüstung für ein kleines Gästebad sind die Raumsparduschen bestens geeignet, damit die Gäste nicht ins große Hauptbad ausweichen müssen, sondern ihren eigenen Bereich haben.

Die Lage der sanitären Installationen spielt ebenfalls eine Rolle; sind diese ungünstig angelegt, kann eine Raumspardusche selbst für ein großes Badezimmer eine gute Alternative sein. Soll in das Badezimmer sowohl eine Badewanne als auch eine separate Dusche, nehmen Raumsparduschen keinen überflüssigen Platz weg.

Was ist eine Raumspardusche?

Anders als viele denken ist eine Raumspardusche nicht etwa eine besonders kleine, enge Lösung für kleine Bäder, sondern hier wird durch geschickte Auswahl der Materialien und ein durchdachtes Design der vorhandene Platz bestmöglich ausgenutzt. Einerseits soll die Dusche nicht den Raum beherrschen, andererseits soll sie auch nicht allzu klein und einengend wirken. Vor allem durchsichtiges Glas – das heißt nicht mattiert oder beklebt – bietet dem Auge kein Hindernis und lässt den Raum großzügiger wirken.

Variationen der Raumspardusche

Damit die Dusche optimal auf die Gegebenheiten im Minibad angepasst werden kann, gibt es verschiedene Arten der Montage. Welche Variante für welches Bad geeignet ist, muss vorab gut geplant werden.

  • Eckduschen – normal, fünfeckig oder rund als Viertelkreis
  • Nischenduschen – hier werden „tote Ecken“ besonders gut ausgenutzt
  • faltbare Duschabtrennungen – bei Nichtbenutzung einfach zusammenklappen

Eckduschen

Die Ecke eines Badezimmers ist in der Regel die beliebteste Stelle, an der eine Dusche eingebaut wird; Eckduschkabinen passen praktisch in jedes Badezimmer und sind großartig, um Platz zu sparen. Um diese geräumiger wirken zu lassen, ist es empfehlenswert, die Dusche bodengleich einbauen zu lassen, also auf eine Duschwanne zu verzichten.

Ebenso sollten die Duschabtrennungen aus durchsichtigem Glas bestehen, damit sie optisch nicht ins Auge springen. Die einfachste Lösung ist die normale Eckdusche mit einer oder zwei Türen, diese nimmt aber auch den meisten Platz in Anspruch. Bessere Lösungen sind hier Fünfeckduschen oder Duschen mit einer Viertelkreis-Abtrennung, wobei die runde Variante mehr Platz bietet als die Fünfeck-Lösung. Beide Varianten wirken modern und bringen einen Hauch von Luxus ins kleine Bad.

Auch der Schnitt des Badezimmers spielt eine Rolle: Quadratische Duschen sind flexibel positionierbar, aber für schmale Bäder sind rechteckige Lösungen geeigneter.

Nischenduschen

Wenn die baulichen Gegebenheiten im Bad eine Nische vorsehen, ist das rein optisch gesehen die beste Lösung für eine Raumspardusche. Zudem wird als Abtrennung nur eine Tür benötigt und die Dusche stört den freien Blick nicht. Der Nachteil dieser Lösung ist allerdings, dass sie dadurch, dass nur eine Glastür, aber 3 Mauern die Dusche begrenzen, schnell einengend wirken kann. Hier kann man aber mit Licht den einengenden Eindruck abmildern.

Faltbare Duschabtrennungen

Diese Abtrennungen, die sich mit einem Drehmechanismus flach an die Wand falten lassen, sind für besonders kleine Bäder wahre Raumsparwunder: beim Duschen bietet sie den Platz einer normalen Dusche, wird aber anschließend an der Wand zusammen gefaltet und gibt den Platz komplett frei. Voraussetzung hierfür ist eine Dusche ohne Duschwanne, also eine bodengleiche Dusche.

Welche Version der Raumspardusche für ein kleines Bad die beste Lösung ist, hängt von mehreren Faktoren ab, nicht nur von der Anzahl der Quadratmeter. Natürlich ist auch der persönliche Geschmack entscheidend; aber auch die Nutzung des Bades an sich ist wichtig – ist es das Hauptbad, wo neben Badschränken auch die Waschmaschine steht und somit regelmäßig frequentiert wird, ohne dass man die Dusche nutzt? Dann ist eine faltbare Lösung sicher zweckmäßiger als eine fest installierte. Die Nischenlösung ist nur geeignet, wenn die baulichen Voraussetzungen gegeben sind. Am flexibelsten einsetzbar ist die normale Eckdusche.

Was ist vor dem Einbau zu beachten?

Den vorhandenen Raum optimal auszunutzen, setzt eine durchdachte Planung voraus. Vor der Auswahl der Duschlösung stehen folgende Schritte auf dem Plan:

  • Ausmessen der Raummaße
  • Beachten der Fliesenhöhe
  • Lichtverhältnisse beachten
  • Ausmessen der sanitären Installationen

Auf der Grundlage dieser Daten kann dann die ideale Lösung gefunden werden, den Platz im Bad optimal auszunutzen, ohne dass es beengt und ungemütlich wirkt.

Wege zu einem großzügigeren Badgefühl

Nicht nur mit der geschickten Auswahl der Dusche kann man ein kleines Bad zu einem Wellness-Tempel machen. Auch die Auswahl der Badmöbel, Licht, Farben und Accessoires spielt eine Rolle. Starke Farbkontraste und dunkel Farben lassen Räume kleiner wirken. Helle, lichtdurchflutete Räume machen das Bad optisch größer, auch mit Spiegeln kann man kleine Räume vergrößern. Quer in den Raum gestellte Möbel unterbrechen die Sichtlinien und lassen den Raum kleiner wirken, ebenso große Deko-Artikel und Pflanzen. Hier ist weniger meistens mehr.

Eine Duschtasse verkleinert den Raum optisch; daher sind für kleinere Bäder bodengleiche Duschen besser geeignet, diese haben zusätzlich den Vorteil, dass sie – bei entsprechender Größe der Dusche – auch barrierefrei sind. Eine Raumspardusche muss nicht zwingend klein sein, sie nutzt nur den gegebenen Platz optimal aus. So ist sie eine perfekte Lösung nicht nur für kleine Bäder, auch wenn man neben einer Badewanne nicht auf eine zusätzliche Dusche verzichten möchte, sind durchdachte Raumsparduschen ideal.

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