Duschrinne: Die Lösung für ein trockenes Badezimmer

Bad

Bei der Renovierung des eigenen Badezimmers oder bei Neubauten bekommt die Duschrinne einen neuen Stellenwert. Erwähnen wollen wir an dieser Stelle schon einmal, dass es nicht eine Art von Rinne gibt, sondern es haben sich diverse Varianten herausgebildet.

Im folgenden Ratgeber wollen wir darauf eingehen, welche Arten es gibt und wie teuer diese sind. Darüber hinaus wollen wir Ihnen auch noch praktische Tipps an die Hand geben.

Kriterien für eine Duschrinne

Grundsätzlich gibt es nicht die passende Form einer passenden Rinne. Vielmehr unterscheiden sich diese in ihren Varianten, wie auch die Duschen selbst. Grundsätzlich werden die drei folgenden Bauformen unterschieden:

  • punktueller Ablauf (können rund oder eckig sein
  • längliche Bauform
  • Wandablauf

Duschrinnen sind vor allem aus Schwimmbädern und Thermen bekannt. Dort werden diese zum Auffangen von überschüssigem Wasser eingesetzt, das dann zum Abfluss geleitet wird. Wenn Sie jetzt eine passende Rinne einbauen wollen, so gibt es im Vorfeld allerdings noch einige Punkte zu beachten.

So sind für die Ablaufleistung vor allem die Aufbauhöhe und das Gefälle von Bedeutung. Bei einem Einbau an der Wand ist ein Gefälle von 0,5 bis 1,5 Prozent zulässig. Auch bei der Wahl des Ablaufs gibt es etwas zu beachten.

So besitzen Rinnen mit punktuellem Ablauf gröbere Fugen und können so auffallen. Die längliche Form fällt indes ebenfalls deutlich sichtbar auf. Wandabläufe passen sich dagegen sehr gut ans Badezimmer an.

Duschrinne Flach – was braucht es für bodengleiche Duschen?

Beliebt bei ebenerdigen Duschen sind die flachen Rinnen. Diese integrieren sich sehr gut in die vorhandene Duschwanne und sorgen dafür, dass kein Versatz entsteht. Die Rinne sollte dabei aus Edelstahl bestehen und mindestens dreißig Zentimeter breit sein.

Neben dem nötigen Werkzeug ist es wichtig, dass der Boden ein Gefälle aufweist, sodass das überschüssige Wasser abfließen kann. Bei ebenerdigen Duschen empfiehlt die Fachliteratur ein Gefälle von zwei Prozent.

Zur Erklärung des Gefälles. Wenn die Dusche in alle Richtung 100 Zentimeter misst, so muss von außen nach innen zu allen Seiten ein Gefälle von zwei Prozent herrschen. Das gängige Werkzeug besteht aus Staubsauger, Kartuschenspritze, Cuttermesser und Akkuschrauber.

Duschrinne einbauen – so geht’s

Der Einbau ist zwar etwas aufwändig, ist allerdings von versierten Schraubern definitiv zu meistern. Bei der nachfolgenden Anleitung wollen wir eine längliche Variante verbauen, wo später auch der reine Duschplatz entsteht.

Zuerst einmal muss der Ort, an dem die Rinne verbaut werden soll, gereinigt werden. Da die längliche Rinne an der Wand liegen soll, kommt noch ein passender Dämmstreifen an die Wand. Auf dem Boden kommt eine passende Schallschutzmatte zum Einsatz, die mit Estrich festgeklebt wird.

Im Anschluss werden die Abstandhalter für die Ablaufrinne montiert, damit diese mit der Wanne abschließen kann. Jetzt wird der Abfluss verlegt und angeschlossen, sowie die Rinne mit Montagekleber an der Wand abgedichtet.

Danach kann die eigentliche Dusche eingebaut werden, wobei vorher grundsätzlich noch eine passende Baufolie verlegt und mit Estrich ausgegossen werden sollte.

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Duschrinne reinigen – Schritt-für-Schritt

Selbstverständlich muss auch eine Rinne unabhängig von der Bauform regelmäßig gereinigt werden. Dabei empfiehlt es sich, bei einem Vier-Personen-Haushalt die Rinne alle zwei Monate zu reinigen. Zwar gibt es spezielle Reiniger für die Säuberung, diese werden allerdings nicht benötigt.

Mit der folgenden Schritt-für-Schritt Anleitung schaffen Sie es, immer eine freie Rinne zu haben:

  1. Zuerst sollten alle losen Haare aus der Rinne entnommen werden
  2. Jetzt wird der Ablauf aus der Rinne entnommen und ordentlich gespült
  3. Die jetzt austretenden Haare und Rest entnehmen
  4. Die weiteren Verschmutzungen mit einer Zahnbürste entfernen
  5. Den Ablauf, Rost und Abdeckung wieder einsetzen

Das war’s, Sie haben es geschafft.

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Duschrinne Komplettset kaufen – wie funktioniert die Montage?

Grundsätzlich sollte man sich bei der Montage immer an die Bedienungsanleitung des Herstellers halten. Die Montage unterscheidet sich dabei nicht von der DIY-Lösung, wo alle Elemente einzeln gekauft werden.

Grundsätzlich sollte daher wieder der Arbeitsplatz vorbereitet werden, indem passendes Werkzeug bereitgelegt und der Bereich gesäubert wird. Je nach Art des Sets kann die Rinne einstellbare Füße besitzen, mit denen die Ausrichtung deutlich einfacher funktioniert.

Geruchsverschluss Duschrinne – was bringt das?

Wo Wasser abfließt, entstehen Gerüche. Wo Waschbecken zur Geruchssperre ein mit Wasser gefüllter Siphon besitzen, ist dies bei einer Ablaufrinne deutlich schwieriger. Grundsätzlich muss, wie weiter oben beschrieben, die Rinne regelmäßig gereinigt werden.

Sind Gerüche immer noch vorhanden, so kann ein Geruchsverschluss Abhilfe schaffen. Dabei handelt es sich um einen eckigen Kasten, der im Inneren einen U-förmigen Bogen besitzt, der etwas Wasser speichert – im Prinzip also ein Siphon.

Der Wasserstand sollte dabei etwa fünf Zentimeter betragen. Mit einem Geruchsverschluss lassen sich Gerüche zuverlässig entfernen und ist somit ein „Must-have“.

Was kostet eine Duschrinne?

Die Preise für passende Rinnen unterscheiden sich sowohl vom Typ her als auch davon, ob die Anbauteile einzeln beschafft werden sollen. So gibt es einzelne Duschrinnen aus Edelstahl für sechzig Euro, wobei keine weiteren Bauteile im Preis enthalten sind.

Wer nicht alle Teile einzeln kaufen möchte, der kann auch zu einem Komplettset greifen. Dort liegen die Preise zwischen zweihundert und dreihundert Euro – je nach Größe und Material. Möchte man sich die Arbeit sparen, so kommen noch die Kosten für die Handwerker hinzu. Dabei sollte man im Schnitt mit zweitausend Euro kalkulieren, wobei es bei aufwendigen Konstruktionen auch schon einmal fünftausend Euro werden können.

Fazit

Bei einem ebenerdigen und offenen Duschbereich (z.B. einer Walk In Dusche) ist eine Duschrinne Pflicht. Diese sorgt nicht nur dafür, dass überschüssiges Wasser ordnungsgemäß abgeleitet wird, sondern schafft auch noch eine wohnliche Atmosphäre.

Die Montage ist dabei für erfahrene Handwerker kein Problem, alle anderen sollten lieber zu einem Fachmann greifen. Die Kosten für den Einbau betragen dabei rund zweitausend Euro, wobei es die Rinne selbst für einen Bruchteil des Preises gibt.

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