Glas entsorgen: Alle wichtigen Informationen & Fakten

Ratgeber

Entsorgung von Glasabfällen: leere Schnapsflaschen, Marmeladengläser, Parfümflaschen. Alles gehört zum Altglas. Einfach von zu Hause abholen und in den nächsten Glasmülleimer werfen. Glas lässt sich sehr gut recyceln und daher ist der Wert von Glas als Recyclingmaterial hoch.

Altglas und Glasrecycling – welches Glas kommt in welchen Container?

Was auf den ersten Blick so einfach erscheint, führt jedoch in der praktischen Anwendung, nämlich der Entfernung von Glasverpackungen, zu Unsicherheiten. Was tun mit einer roten, blauen oder gelben Flasche? Kann ich den Schraubverschluss wegwerfen? Und wie sauber sollte eine Glasflasche sein, bevor sie in einen Tank gestellt wird? Wir verraten Ihnen, worauf Sie bei der Altglasentsorgung achten müssen und warum die Verwendung von Glasscherben für den Umweltschutz wertvoll ist.

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Was ist Glasrecycling?

Auch wenn die Frage auf den ersten Blick trivial erscheinen mag, bedenken Sie, dass der Begriff Glasrecycling buchstäblich zwei verschiedene Arten des Glasrecyclings beschreibt. Im Einzelnen kann hier unterschieden werden:
Glasrecycling bezieht sich hauptsächlich auf das Sammeln von Altglas aus Lebensmittelverpackungen (Glasflaschen, Glasplatten usw.) und die stoffliche Verwertung. Dieses wird im Recyclingprozess zu Glasabfällen zu Rohglas eingeschmolzen und ist heute ein wichtiger Bestandteil der Glasherstellung.
Darüber hinaus bedeutet Glasrecycling auch das Umladen von Gläsern oder Flaschen, also deren Mehrfachverwendung in einem Pfand- und Rücknahmesystem. Das gilt für Glastrinkflaschen und Joghurtgläser ebenso wie für PET-Flaschen.
Das Recycling von Altglas gilt als Archetyp der modernen Kreislaufwirtschaft, weshalb die ersten Ansätze der Regierung zur systematischen Sammlung von Altglasverpackungen bereits in die frühen 1970er-Jahre zurückreichen. Ein solches nationales Sammelsystem für Haushaltsglasabfälle wurde in Deutschland 1974 eingeführt. oder Handels- und Industrieunternehmen.
Neben der breiten Verfügbarkeit und weiten Verbreitung von Glas hat es – ganz im Gegensatz zu etlichen anderen Rohstoffen – einen bedeutenden Vorteil: Das Material kann ohne die Bottle-to-Bottle-Technik recycelt werden.
Beim Schmelzen von Glas (Tipp: Glas Schmelzpunkt) ist die Temperatur niedriger als bei der Herstellung von neuem Glas. Hierbei spart die Kombination aus Altglassammlung und Glasrecycling große Mengen an Energie und schont somit das Klima.

Recyclingkreislauf für Glas und Altglas

Der Glasrecyclingkreislauf läuft in den folgenden sieben Etappen ab:

  • Verbraucher werfen gebrauchtes Glas in Glasbehälter der gleichen Farbe (Gelbglas, Grünglas und Weißglas).
  • Grobe Verunreinigungen werden aus Glasabfällen entfernt, die in Raffinerien gesammelt werden.
  • Es wird dann zu Glasscherben zerschmettert.
  • Fremdstoffe wie Papier und Metall werden dann automatisch von diesen Teilen entfernt. Diese sind selbstverständlich recycelbar.
  • Die Maschinen sichten das zerbrochene Glas.
  • Die gereinigten und vorsortierten Glasabfälle werden anschließend in den Hochöfen der Glashütte eingeschmolzen.
  • Daraus werden dann Fertigprodukte und Glasverpackungen hergestellt.

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Glasrecycling funktioniert nicht ohne Altglasbehälter

Wie eingangs erwähnt, spielt Glas eine Schlüsselrolle im Recyclingprozess. Aber auch der Rohstoff des Glases bzw. der Glasverpackungen muss gesammelt werden. Inzwischen stehen landesweit mehr als 300.000 Altglasbehälter auf den Straßen und oft auch vor Supermärkten. Das gesammelte Glas steht ohne Qualitätseinbußen zu 100 % dem Recycling zur Verfügung. 90 % der neuen Glasrohstoffe sind heute Glasverpackungen und Recyclingflaschen, die zur Entsorgung gesammelt werden.

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Gläser richtig sortieren: Was ist im Glasbehälter?

Was passiert in Glasbehältern? Altglas richtig entsorgen: Was gehört in die Tonne und was nicht. Es ist wirklich nichts falsch daran, Glas wegzuwerfen. Das heißt, wenn Sie ein paar Grundregeln beachten, was in einen Glasbehälter gehört und was nicht, können Sie richtig handeln. Viele Menschen gehen davon aus, dass alle Arten von Glasabfällen in diese Sammelbehälter geworfen werden können, sei es eine leere Flasche oder ein Einmachglas.

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Was ist in einem gebrauchten Glasbehälter?

Vereinfachtes Glasrecycling: Welches Glas wird verwendet und darf es in die Tonne?

Ganz simpel: Alles das, was in den Bereich Glas oder Hohlglas fällt, kann auch in einen dafür vorgesehenen Altglasbehälter geworfen werden. Konkret können folgende Gläser mit dem Altglas entsorgt werden:

  • Gläser wie Honig-, Marmeladen- oder Olivengläser sowie Schraubdosen.
  • Glasflaschen wie Sekt-, Sirup- oder Schnapsflaschen.
  • Arzneimittelbehälter und -flaschen aus Glas.
  • Kleinere Glasfläschchen wie Hustenmittel, Parfüm oder Nagellack.

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Was kommt in einen Container beim Recycling von Glasabfällen?

Wenn sie an einer Abfalltonne ankommen, stehen viele Menschen bei der Entsorgung von Altglas vor der nächsten Herausforderung: der Farbkorrektur. Farblich stechen nach wie vor Weißglas, Braunglas und Grünglas hervor. Doch wohin mit einer blauen Flasche Prosecco?

In Deutschland gilt eine wichtige Grundregel für Glasbecher: Alle anderen Farben, wie Blau, Gelb oder Rot, müssen auch in einen Glasbehälter für Grünglas gegossen werden.

Da auch bei Glasflaschen eine bestimmte Farbe des Glases nicht mehr zu erkennen ist, wirft man diese Flaschen (und alle anderen nicht direkt bestimmbaren Farben) in die grünen Kisten. Moderne Glasaufbereitungsanlagen können sogar verschmutztes Glas nach einem Vorzerkleinerer einem regulären Recyclingkreislauf zuführen.

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Müssen Etiketten auf den Flaschen und Gläsern vor der Entsorgung entfernt werden?

Nein, die Etiketten und/oder Aufkleber auf dem Glas der Verpackung müssen zur Entsorgung nicht entfernt werden. Fremdstoffe und Verunreinigungen wie Papierreste oder Kunststoff- oder Metallverunreinigungen werden im Rahmen des Glasrecyclingprozesses automatisch separiert.

Kann Altglas jederzeit in die öffentlichen Glassammelboxen entsorgt werden?

Theoretisch ja, aber praktisch NEIN. Altes Glas in einen Tank zu werfen oder einen Container zu leeren, ist ziemlich laut. Vor allem, wenn sich die Glaswaren in unmittelbarer Nähe des eigenen Zuhauses befinden. Während es für konkrete Zeiten keine nationalen Regelungen gibt, empfiehlt das Umweltbundesamt auf seiner Website folgende Zeiten als Richtwerte für Nutzerinnen und Nutzer:

Entsorgungszeiten für Altglasbehälter: Werktags von 7.00 bis 20.00 Uhr Am Wochenende nicht optimal, aber auf kommunaler Ebene geht es zumindest am Samstag etwas entspannter zu.

Falls Sie sich bezüglich der Details einer Altglas-Recyclingstelle noch nicht sicher genug sind, finden Sie auf jedem Behälter ein großes Schild oder einen Aufkleber, auf dem die Zeitrahmen angegeben sind, an denen weggeworfen werden darf.

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Was tun, wenn ein Altglasbehälter voll ist?

Altglasbehälter werden typischerweise wöchentlich oder in regelmäßigen Abständen geleert. Der Tank kann natürlich trotzdem voll sein. Einige Gemeinden melden die genauen Entladezeiten direkt an den Containern – aber falls Sie sich nicht sicher sind, können Sie diese Informationen in der Regel auf der offiziellen Website der Stadt oder telefonisch abfragen.

Kann ich Glasflaschen und Geschirr auf oder in die Nähe des Containers stellen?

Auch hier ist die Antwort absolut: NEIN! Neben der Umweltbelastung tauchen in diesem Zusammenhang zwei weitere Dimensionen auf. Flaschen und Gläser, die auf dem Boden oder abgestellt sind, erschweren einerseits die Entsorgung von gebrauchten Glasbehältern, andererseits können sie recht schnell zu Bruch gehen. Risse im Gehweg oder in der Straße stellen nicht nur für die Reifen von Fahrzeugen (Autos, Fahrräder etc.), eine Gefahr dar, sondern verletzen gegebenenfalls auch Menschen und Tiere.

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Was gehört nicht in Altglasbehälter?

Es schließt auch alles aus, was nicht in die Glaswarenkategorien fällt. Die Realität an oder innerhalb der Sammelstellen scheint jedoch noch chaotischer. Hier ein Überblick über die wichtigen Gründe, weshalb spezielle Glassorten nicht im Glascontainer entsorgt werden sollten:

Solange Gläser noch verwendbar sind, sollten sie wiederverwendet werden. Als Glasscherben gehen sie aber in den Hausmüll – wie Glas oder Porzellan/Keramik – und belasten damit den Glaskreislauf nicht unnötig.

Auch Trinkgläser gehören nicht ins Gebrauchtglas, da sie meist viel dicker und stärker sind als Glaswaren. Das bei der Produktion des Glases genutzte Glas hat daher einen wesentlich höheren Schmelzpunkt und muss beim Recyclingprozess des verwendeten Glases als Fremdkörper erneut filtriert werden. Es ist auch eine Verschwendung von zusätzlicher Energie, weshalb Glas nicht in die Abfallbehälter geworfen werden sollte.

Diese Aussage ist auch für Behälter und Flaschen aus Bleikristall, wie Blumenvasen oder Weingläser gültig. Als Verbraucher können Sie sie an ausgewiesenen Sammelstellen in Supermärkten und Elektrofachgeschäften zurückgeben und sie sind nicht recycelbar.

Die Rolle von Glasabfällen im Glasherstellungsprozess

Glas kommt durch das Schmelzen von Quarzsand, Soda und Kalk zustande – also durch den Einsatz von Rohstoffen in größeren Mengen. Je nach herzustellendem Glasprodukt werden die Komponenten unterschiedlich gemischt. Bei Temperaturen über 1600 Grad Celsius bilden sie zusammen eine harte Glasschmelze, die bei etwa 1000 Grad Celsius jede Form annehmen kann.

Um das Glasrecycling und verwandte Prozesse besser zu verstehen, finden Sie hier einige Vorstudien zu Glasrohstoffen. Es besteht hauptsächlich auf einer Kombination aus Asche, Kalk, Kieselerde, Dolomit und Soda. Obwohl diese Komponenten relativ einfach zu gewinnen sind, weil sie in der Natur vorkommen, erfordert die Schmelztemperatur von 1600 Grad Celsius einen relativ hohen Energieaufwand. Kurz gesagt, die Herstellung von Rohglas bündelt bestimmte Ressourcen. Hier kommt das Recycling von Altglas ins Spiel.

Abgesehen davon, dass Altglas langfristig nicht entsorgt werden muss, reduziert die Zugabe von Altglasbruchstücken die Produktionsenergie erheblich. Im Vergleich zum ursprünglichen Herstellungsverfahren wird die für jeden Prozentpunkt des alten Körpers benötigte Fusionsenergie um etwa 0,3 % reduziert. In diesem Zusammenhang kann eine moderne Glasproduktion in diesem Bereich durch die Verwendung von Altscherben bundesweit ca. 20 % pro Jahr einsparen.

Als für die anfängliche Produktion von einer Tonne Rohglas etwa 1,2 Tonnen des oben genannten Rohstoffs benötigt wurden, ersetzte das verwendete Glas zumindest in der Glaswarenherstellung den Quarzsand als Hauptbestandteil. Etwa 60 % aller Glasflaschen in Deutschland sind Altglas. Ein weiterer Vorteil: Hersteller können defekte Teile wiederverwenden, daher ist hier der geforderte Reinheitsgrad entscheidend. Farbiges Glas ist also nicht für die Herstellung von Weißglas geeignet, aber auch Keramikspäne oder -steine ​​können den Produktionsprozess stören.

Seit der systematischen Sammlung von Glasabfällen in den 1970er Jahren ist der Glasanteil in der Glasherstellung in Deutschland stetig gewachsen. Nach der Verpackungsverordnung von 1996 beträgt der Recyclinganteil mindestens 70 %, im Jahr 2004 jedoch maximal 91,2 %. Obwohl dies seitdem nicht vollständig erreicht wurde, waren es im Jahr 2015 etwa 85 %. Glasrecycling ist auf alle Fälle ein funktionierendes Konzept – das geht auch aus der Verwertungsquote für verwendetes Verpackungsglas hervor, die das Umweltbundesamt (UBA) seit 2007 auf seiner Homepage veröffentlicht.

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Fazit: Die richtige Glasrecycling-Checkliste

Indem Sie sicherstellen, dass dieses Produkt ordnungsgemäß entsorgt wird, tragen Sie dazu bei, mögliche negative Folgen für die Umwelt und die menschliche Gesundheit zu vermeiden, die andernfalls durch eine unsachgemäße Entsorgung dieses Produkts verursacht werden könnten. Werfen Sie Ihr Wertstoffglas versehentlich weg, werden 80 % davon verbrannt und somit dem Wertstoffkreislauf entzogen. Damit Sie Ihr Altglas zukünftig in den richtigen Behältern entsorgen können, hier eine Faustregel: Was nicht in die Mündung eines Glasabfallbehälters passt, gehört dort nicht hin.

Folgende Glasarten werden in gebrauchte Glasbehälter eingebracht: Glasbehälter für Lebensmittel und Hohlgläser (z.B. Flaschen und Tiegel), Arzneimittel (z. B. Medikamentenfläschchen) und kosmetische Glasbehälter (Cremetiegel, Parfüm etc.).

Achten Sie zu Beginn darauf, das Glas farblich auseinander zu halten. Nur so können nach den Scherben neue Glasbehälter der gleichen Farbe hergestellt werden.

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