Türsturz Einbau: Ein wesentlicher Schritt für stabile Türkonstruktionen

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Der Einbau eines Türsturzes (z.B. bei Glastüren auf Maß) ist ein wichtiger Schritt beim Bau oder bei der Renovierung von Gebäuden. Ein Türsturz ist ein strukturelles Element, das über der Türöffnung angebracht wird, um die Last der darüber liegenden Wand zu tragen und zu verteilen. Dies verhindert, dass es zu Einstürzen oder Rissen in der Wand kommt. Türstürze bestehen in der Regel aus Beton, Stahl oder Holz und müssen korrekt dimensioniert und installiert werden, um ihre Funktion zu erfüllen.

Beim Einbau eines Türsturzes sollten Sie die Breite der Türöffnung, die Wandstärke und das Gewicht, das der Sturz tragen muss, berücksichtigen. Es ist wichtig, dass der Einbau von einem Fachmann durchgeführt wird, insbesondere in tragenden Wänden, um die strukturelle Integrität des Gebäudes zu gewährleisten. Der Prozess umfasst in der Regel das Entfernen von Mauerwerk, das Einsetzen und Ausrichten des Sturzes und das anschließende Verputzen und Fertigstellen der umliegenden Wand.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Strukturelle Bedeutung: Unterstützt die Last über der Türöffnung.
  • Materialien: Beton, Stahl, Holz.
  • Dimensionierung und Installation: Fachgerechte Ausführung ist entscheidend.
  • Berücksichtigung von Türbreite und Wandstärke: Für korrekte Passform.
  • Fachmann erforderlich: Besonders bei tragenden Wänden.

Was ist ein Türsturz?

Bei einem Sturz handelt es sich um eine Abdeckung, die über Öffnungen gelegt wird und somit die Last der restlichen Mauer auffängt. In Österreich wird ein Sturz auch “Überlager” genannt, während in der Schweiz der Begriff “Kämpfer” gebräuchlich ist.

In den meisten Fällen besteht der Sturz auch Beton, wobei in Fachwerkhäusern häufig auch welche aus Holz verbaut werden. Allen Stürzen gemein ist, dass sie durchgängig und massiv sind, denn nur so ist eine hohe Tragfähigkeit gewährleistet. Bei alten Herrenhäusern wird der Sturz zudem auch noch durch einen Rundbogen entlastet.

Das wohl bekannteste Beispiel eines Sturzes bildet der massive Stein am Löwentor von Mykene dar. Ein Türsturz besteht heutzutage aus einem der folgenden Materialien:

  • Stahl (in Form eines Stahlträgers)
  • Stein (meist aus Beton)
  • Holz (robuste Holzbalken wie Eiche)

Tatsächlich sollte man den Sturz immer nach der restlichen Konstruktion der Wand auswählen. Wie die Dicke und die Auflagefläche des Sturzes genau berechnet werden, erklären wir in einem späteren Abschnitt nochmals. Als Faustregel sollte ein Sturz zu beiden Seiten mindestens 25 Zentimeter hineinragen.

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Vorteile & Notwendigkeit eines Türsturzes

Ein Sturz ist immer dann notwendig, wenn der Durchbruch durch eine tragende Wand breiter als 60 Zentimeter ist. In der Regel ist der Einsatz eines Sturzes also sinnvoll, wenn eine Tür, ein durchschnittliches Fenster oder ein Übergang zur Terrasse geschaffen wird. Dieser kann dann beispielsweise durch eine Glasschiebewand realisiert werden.

Weiterhin sollte ein Sturz bei nichttragenden Wänden eingebaut werden, wenn zwei Räume miteinander verbunden werden sollen. Auch bei einer Durchreiche oder beim Einbau eines Lichtbandes ist ein Sturz zu empfehlen. In diesen Fällen würde er die Statik des Hauses fördern.

Egal ob Ziegelsturz oder Holzbalken, ein Kämpfer hat gleich mehrere Vorteile. Zum einen hält er die Lasten auf und sorgt so für eine sichere Montage der Tür (beispielsweise eine Terrassentür). Ebenso kann er verkleidet werden oder mit einem LED-Lichtband dekoriert werden, was wiederum bei Loftwohnungen ein Statement setzt (in der Regel wird der Sturz verkleidet und verputzt, sodass er nicht gleich ersichtlich ist).

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Türsturz einbauen – Montage & Ablauf

Die Montage eines Sturzes erfolgt in mehreren Schritten, kann allerdings auch von Laien durchgeführt werden. Bevor es allerdings an die Montage des eigentlichen Sturzes geht, ist die passende Größe entscheidend.

Die Sturzlänge wird wie folgt berechnet: Breite der Öffnung + 50 Zentimeter (je 25 Zentimeter zu jeder Seite). Die Sturzbreite entspricht der Wandtiefe, wobei darauf geachtet werden muss, dass ab 20 Zentimeter Wandstärke dahinter ein weiterer Sturz verbaut werden muss.

Danach geht es wie folgt weiter:

  • Anzeichnen der Wandöffnung
  • Einsatz für Sturz in die Wand brechen (hierzu eignen sich eine Kombination aus Bohrhammer und Bohrmaschine)
  • Sturz mit Mörtel einsetzen
  • Fugen abdichten und eventuell dämmen
  • Sturz verblenden
  • Restliche Wandöffnung herstellen

Achtung: Häufig kommt es vor, dass das Sturzloch etwas größer ausfällt, da häufig Fugen oder gesamte Steine herausgedrückt werden. Diese müssen dann manuell gebrochen und eingesetzt werden.

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Wie weit muss ein Türsturz aufliegen?

Ein Sturz muss auf beiden Seiten mindestens 25 Zentimeter aufliegen. Daher muss bei der Öffnung dieser Abstand doppelt genommen werden. Wichtig ist zudem, dass bei dicken Wänden (über 20 Zentimeter Stärke) mindestens zwei Stürze einzusetzen sind.

Welcher Mörtel für Türsturz?

Ein Tür- oder auch Fenstersturz muss immer mit Zement- oder Kalkzementmörtel eingebaut werden. Dieser bietet eine gute Druckfestigkeit und verbindet sich gut mit dem restlichen Mauerwerk. Bei der Aufbringung wird dieser mit einer Fugenkelle aufgetragen und verdichtet (durchaus in mehreren Lagen).

Sollte der Mörtel seitlich herausquellen, so kann dies ebenfalls mit einer Spachtel oder einer Kelle begradigt werden. Pro Kilogramm muss man mit Preisen zwischen 0,20 Euro und 1,00 Euro rechnen.

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Türsturz einbauen – Preise & Kostenfaktoren

Einen modernen Türsturz (also kein Bogensturz) kann man auch als Laie einbauen. Wichtig ist dabei, immer sorgfältig zu arbeiten. Der Sturz selbst ist meistens nicht einmal teuer, denn einen einfachen Betonsturz gibt es für rund 5 Euro. Ein Mauersturz kann dagegen auch schon mal 15 Euro kosten.

Hauptfaktoren sind allerdings die Arbeitsstunden, die für Wanddurchbruch und Statik fällig werden. Der Gesamtpreis kann damit schnell 1.000 Euro und mehr betragen. Es ist daher durchaus sinnvoll, gewisse Vorarbeiten selbst zu erledigen, um die Handwerkerstunden gering zu halten.

Kann man einen Türsturz nachträglich einbauen?

Ein Tür- oder Fenstersturz kann auch nachträglich eingebaut werden, wobei dies bei nichttragenden Wänden deutlich einfacher ist, als bei tragenden Wänden. Der Hintergrund ist, dass die tragenden einen Teil des Hauses halten und unter Umständen kann die Wand einstürzen, wenn nicht ordentlich abgesichert wird.

Bei einer nichttragenden Wand gibt es dagegen keine Probleme. Zwar kann auch hier ein Teil der Wand wegbrechen (beispielsweise, da sie marode ist), aber das Haus droht nicht einzustürzen.

Beim Einbau ist es wichtig, die oben genannte Anleitung zu befolgen. Eine tragende Wand sollte schrittweise geöffnet und gestützt werden – das reine Prozedere ist dasselbe, wie oben beschrieben.

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Fazit zu Türsturz einbauen

Wer nachträglich Türen einbauen möchte, kommt nicht drumherum, auch einen Sturz zu verbauen. Dies ist vor allem bei tragenden Wänden wichtig, denn ohne Sturz besteht in solchen Fällen Einsturzgefahr. Bei der Wahl des Sturzes ist es wichtig, sich die Beschaffenheit der Wand anzusehen.

So sollten bei Fachwerkhäusern grundsätzlich Holzbalken als Sturz verwendet werden, während ein Betonsturz grundlegend bei Massivbauhäusern genutzt wird. Alternativ dazu gäbe es aus Gründen der Ästhetik auch noch einen Tonsturz.

Merke: Ist die Wand stärker als 20 Zentimeter, so sind mindestens zwei Stürze einzubauen (diese müssen dann mit der Wand abschließen).

FAQs zu Türsturz einbauen

Was ist ein Türsturz?

Ein Türsturz ist ein tragendes Bauelement und wird über Türen und Fenstern eingesetzt. Dabei trägt es die Last der restlichen Mauer.

Wie baut man einen Türsturz ein?

In Abhängigkeit von der Mauer muss diese vorher unter Umständen abgestützt werden. Bei Steinmauern wird über der Fensteröffnung eine weitere Öffnung geschaffen und der Sturz eingesetzt.

Welche Vorteile hat ein Türsturz?

Ein Türsturz ist ein Sicherheitselement und hält die Last der tragenden Wand ab. Somit sollte dieser bei Außenfenstern immer eingebaut werden.

Wie viel kostet der Einbau eines Türsturzes?

Die Kosten für den Einbau eines Türsturzes können sich in Abhängigkeit der Vorarbeiten unterscheiden. Der reine Einbau liegt zwischen 50 und 80 Euro zuzüglich Steuer.

Kann man einen Türsturz nachträglich einbauen?

Ja, ein Türsturz kann auch nachträglich eingebaut werden.

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