ᐅ Lärmschutzfenster: Mehr Lebensqualität mit diesen Fenstern [2022]

Autor: Franz Wächter
  • Glas-Experte

Lärmempfinden ist immer sehr subjektiv. Das gilt auch bei Lärmschutzmaßnahmen. Die Reduzierung des Lärms um 10 dB empfinden manche als Halbierung der Lärmbelastung. Dabei spielt es keine Rolle, wie hoch die Lärmbelastung ist. Schallschutzfenster haben entscheidende Vorteile.

  • Die Mehrfachverglasung reduziert den Lärm von draußen deutlich.
  • Die effiziente Dämmung bietet zusätzlich Wärmeschutz.
  • Die Energiekosten sinken ebenfalls spürbar.

Warum benötigt man Lärmschutzfenster?

Schallschutzfenster sorgen für Ruhe sowohl in privaten Räumen wie auch in Büros und Geschäftsräumen. Denn zu viel Lärm kann krank machen. Die richtigen Fenster schaffen Abhilfe, halten den Lärm draußen, ohne die Bewohner von der Außenwelt abzuschotten.

Mit Lärmschutzfenster nachrüsten – geht das?

Wenn die eingebauten Fenster keinen ausreichenden Schallschutz bieten, besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, Schallschutzfenster nachzurüsten, anstatt ganz neue Fenster einzubauen:

  • Der Fensterrahmen muss stabil genug sein, um das Gewicht der Schallschutzverglasung zu tragen.
  • Das Beschlagsystem muss passen.
  • Oft sind die vorhandenen Dichtungslamellen ein Problem, das überprüft werden muss.

Besonders wichtig ist, dass der Einbau fachgerecht erfolgt. Um gute Lärmschutzwerte zu erreichen muss auch der Fensterrahmen ausreichend schallisolierend und vom Mauerwerk entkoppelt sein.

Schallschutzfenster-Klassen – diese Arten gibt es

Schallschutzfenster gibt es in sechs verschiedenen Klassen, je höher die Schutzklasse, umso höher der Schallschutz. Welche Schutzklasse die richtige ist, hängt vom subjektiven Lärmempfinden und vom Lärm im Wohnumfeld ab.

Die Schallschutzklasse nicht zu hoch wählen, sonst können Nachteile entstehen, wie sehr hohe Kosten oder das Gefühl der Isolation.

Bei den verschiedenen Lärmschutzklassen gibt das Schallschutzmaß an, wie viel Lärm die Fenster abhalten.

  • Bei Schallschutzklasse 1 beträgt das Schalldämmmaß 25 bis 29 dB.
  • Bei Schallschutzklasse 2 beträgt das Schalldämmmaß 30 bis 34 dB, das entspricht einer leicht befahrenen Straße in einem Wohngebiet.
  • Bei Schallschutzklasse 3 beträgt das Schalldämmmaß 35 bis 39 dB, das entspricht einer stark befahrenen Straße in einem Wohngebiet.
  • Bei Schallschutzklasse 4 beträgt das Schalldämmmaß 40 bis 44 dB, das entspricht dem Lärm einer nahe gelegenen Hauptverkehrsstraße.
  • Bei Schallschutzklasse 5 beträgt das Schalldämmmaß 45 bis 49 dB, das entspricht dem Lärm direkt an einer Hauptverkehrsstraße.
  • Bei Schallschutzklasse 6 beträgt das Schalldämmmaß mehr als 50 dB, das entspricht Fluglärm.

Lärmschutzfenster: Kosten

Zusätzlicher Lärmschutz kostet Geld. Wer bereits Fenster mit Panzerglas oder Verbundsicherheitsglas eingebaut hat, hat schon erhöhten Lärmschutz. Dann sind weitere Maßnahmen nicht unbedingt notwendig.

Als Faustregel gilt: Fenster der Schallschutzklasse 3 kosten etwa 40 bis 50 Euro pro m2 mehr. In der Schallschutzklasse 5 betragen die Mehrkosten zwischen 150 und 200 Euro pro m2.

Ist eine Schallschutzfenster-Förderung möglich?

Im Bundesimmissionsschutzgesetz sind Regelungen zum Verkehrslärm enthalten. Bund, Städte und Gemeinden fördern passive Schallschutzmaßnahmen mit bis zu 75 Prozent der Kosten für den Einbau. Ändern sich die Verkehrswege oder beim Bau neuer Straßen können die Anwohner ihre Ansprüche geltend machen, beispielsweise Lärmschutzmaßnahmen

  • an Straßen,
  • an Schienenstrecken,
  • in Flughafennähe oder
  • in der Städtebauförderung.

Fazit

Lärm- und Schallschutzfenstern kommt eine immer größere Bedeutung zu für das körperliche und auch das geistige Wohlbefinden. Der Umweltlärm durch Straßenverkehr und Industrie nimmt immer weiter zu. Dabei achten die Hersteller sehr darauf, ein Haus oder eine Wohnung nicht vollständig abzuschotten, sodass kein Gefühl der Isolation entsteht.

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