Kleines Bad mit Dachschräge: Richtige Einrichtung für mehr Komfort

Bad

Ein kleines Bad an sich stellt noch kein Problem dar, oftmals ist die Anreihung der Einrichtungen wie Dusche und Waschbecken so aufgeteilt, dass es gar nicht mehr so klein wirkt. Oder aber es fällt durch die hohe Decke, wie sie viele Räume haben, kaum auf, dass dafür im Durchmesser weniger Platz ist.

Ein schmales Bad mit Dachschräge allerdings kann schon mal sehr klein und beklemmend wirken. Bei manchen Häusern oder Wohnungen im obersten Stock kann es passieren, dass der Teil der Decke, an dem diese schräg nach unten abfällt, sich genau im Bad befindet. Möglicherweise gab es dafür beim Bau keine andere Möglichkeit wegen des Wasseranschlusses. Oder die Person, die den Bau in Auftrag gegeben hatte, sah einen gewissen Charme darin. Aus welchen Gründen auch immer die Dachschräge bei Ihrer Unterkunft genau diese Lage hat, es lässt ein ohnehin schon schmales Badezimmer nochmal um ein Vielfaches kleiner wirken. Doch zum Glück gibt es einige Tipps und Tricks, wie man das Ganze gemütlicher und vor allem optisch größer wirken lassen kann. Auf diese können Sie achten, wenn Sie Ihr neues Bad planen und einrichten.

Beleuchtung

Je schlechter ein Raum beleuchtet ist, desto kleiner und auch schmuddeliger sieht er aus. Und je heller, desto größer. Mit diesem einfachen Trick kann man die Basis des Bades direkt etwas größer, offener und einladender aussehen lassen. Mittlerweile gibt es in allen Form- und Preisklassen LED-Lampen, Strips und Spots mit Taglicht, also einem klaren, weißen Licht, das natürliches Sonnenlicht imitiert. Diese kann man zum einen der Decke entlang an bestimmten Punkten oder über ganze Wandkanten befestigen. Und zum anderen aber auch als Gegenstück sozusagen auch an einigen Eckpunkten am Boden. So legt man den Grundstein für die Beleuchtung, indem man den gesamten Raum ausleuchtet.

Anschließend kann man darauf aufbauend noch mit einigen wärmeren Lichtakzenten für eine angenehme Stimmung sorgen. Dafür eignen sich zum Beispiel LEDs hinter Schränken und Spiegel mit leicht gelblichem Licht. Und im fertigen Bad dann auch Kerzen und Pflanzen, die es trotz des hellen Lichts nicht zu steril aussehen lassen.

Zusammengefasst:
• Mehr Licht = optisch größerer Raum
• Taglicht als Basis
• Akzente mit warmem Licht setzen
• Kerzen

Spiegel

Spiegel können eine tolle optische Täuschung sein, denn sie lassen alles größer wirken. Wenn man sich an seine Kindheit zurückerinnert, fällt dem ein oder anderen vielleicht noch das beängstigende Spiegelkabinett am Rummelplatz ein. Es war vor allem so beängstigend, weil man das Gefühl hatte, in einem unendlich großen Irrgarten zu stehen. Dabei waren es am Ende von außen betrachtet nur ganz viele Spiegel in einem kleinen Raum, die sehr geschickt angeordnet waren.

Genau diesen Effekt kann man sich auch in einem schmalen Bad mit Dachschräge zunutze machen. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum Glück leben wir in einer Zeit, in der es nichts gibt, das es nicht gibt! So werden zum Beispiel mittlerweile Waschtische mit Spiegel gebaut, der genau an die, zur schrägen angrenzende Wand passt. Und zwar nicht mehr nur als Maßanfertigung, sondern auch einfach im Handel. Hierbei sollte man jedoch aufpassen und besonders genau Maß nehmen beziehungsweise im Zweifelsfall den Waschtisch doch anfertigen lassen, wenn die Dachschräge in einem ungewöhnlichen Winkel liegt.

Spiegel kann man zudem auch in Form von Spiegelfliesen nutzen. Mit denen kann man die Dachschräge und Teile der angrenzenden Decke auskleiden und so den Winkel sozusagen optisch verschwinden lassen. Oder aber auch einfach im Raum verteilt, mit den Fließen kleine Highlights setzen, die in Summe dann einen sichtlichen Unterschied machen werden.

Alles zu Spiegeln auf einen Blick:
• Lassen Räume größer wirken
• Eigener Waschtisch mit Spiegel für Dachschrägen
• Spiegelfliesen können Nischen kaschieren und als Dekoration dienen

Dachfenster

Dachfenster sind eine Möglichkeit, die Dachschräge nicht nur zu kaschieren, sondern auch effizient für ein gutes Raumklima zu nutzen. Denn mit etwas Glück, ist die Schräge Wand so gelegen, dass man mit einem Dachfenster im Laufe des Tages einiges mehr an Sonnenlicht einfangen kann als mit einem herkömmlichen. Es gibt sie in unterschiedlichen Ausführungen und Größen, hier gilt natürlich: je größer, desto besser.

Sie bereiten zudem auch einen schönen Ausblick und besonders in der Stadt, wo man horizontal gegenüber nur auf ein weiteres Wohnhaus blicken würde. Denn so bietet sich einem je nach Schräglage der Blick auf den blauen Himmel. Oder auf die ein oder andere Gewitterwolke bei einem kuschligen Bad. Ein weiterer Anblick, den man ansonsten in seiner Wohnung/im Haus nicht zu sehen bekommt, sind die Sterne nachts. Auch das ist ein weiteres kleines Sahnehäubchen auf dem Dachfenster.

Die ausgefallenere und luxuriösere Alternative zum Dachfenster wäre ein Dachbalkon. Wenn man die Mittel hat, einen solchen einzubauen, kann man damit das Bad in eine außergewöhnliche, architektonische Oase verwandeln. Es wird sich anfühlen wie ein privater Spa-Bereich, wenn man nach einer heißen Dusche im Bademantel am Dachbalkon kurz die Seele baumeln lässt.

Vorteile von Dachfenstern zusammengefasst:
• Mehr natürliches Licht
• Atmosphäre
• Schöner Ausblick
• Sternenhimmel

Simplizität

Das Motto „weniger ist mehr“ ist hier bei Möbeln und Zubehör, bei Farben und bei Dekoration gefragt.

Möbel und Zubehör

Auch wenn ausladende, breite Marmorwaschbecken, Badewannen, Spiegelrahmen usw. in manchen Bädern edel aussehen können, sind sie doch nicht das Passende für ein schmales Bad mit Dachschräge.

Hier bietet sich ein aktueller Trend viel besser an. So viel wie möglich aus Metallgestänge. Das sieht im ersten Moment vielleicht für jemanden mit weniger Vorstellungsvermögen ein wenig nach Lagerhalle aus. Kann aber richtig genutzt erstens sehr modern und simpel sein. Und zweitens nimmt es visuell so gut wie keinen Platz ein. Sprich, es macht den Raum nicht kleiner, sondern lässt ihn durch die Lufträume zwischen den Regalebenen und die dünnen Stangen sogar noch größer wirken. Darüber hinaus machen sie es zu einem Kinderspiel, die verschiedenen Möbel aufeinander abzustimmen. Denn damit passt alles perfekt zusammen.

Wenn man kein Fan des Metall-Looks ist, gilt auch bei allen anderen Möbeln, die man wählt: umso filigraner, desto besser. Alles Klobige, Bauchige lässt den Raum kleiner wirken.

Des Weiteren kann man bei Zubehör wie Handtuchhaltern und Ähnlichem zu 2-in-1-Tricks greifen. Wie einem Heizkörper, den man als Handtuchhalter nutzen kann. Auch Dinge wie Zahnputzbecher und Bürsten an einer Wandhalterung aufzuhängen spart Platz und eventuell auch ein Regal mehr, das Raum wegnimmt.

Accessoires

Accessoires sind gut und wichtig, damit ein Bad nicht monoton aussieht. Aber auch hier sollte man es möglichst simpel halten. Lieber mit ein, zwei auffälligen Stücken und einer zusätzlichen Pflanze spielen, als zu viele kleine Details überall im Raum „verstreuen“. Das kann schnell chaotisch wirken und das Bad abermals kleiner aussehen lassen.

Farben

Man darf durchaus zu Farbe greifen, jedoch gilt auch hier, die Einfachheit im Hinterkopf zu behalten. Für größere Flächen, wie die Wände, sollte man die Finger davon lassen. Alles Dunklere als weiß wird das Zimmer visuell verkleinern. Für den besonderen Touch kann man allerdings für alles andere einige Farbtupfer nutzen.

Entscheiden Sie sich für eine Farbe beziehungsweise einen bestimmten Farbton, damit es nicht too much wird. Mit diesem kann man dann besonders bei der Dekoration, bei kleinen Zubehörteilen wie einem Zahnputzbecher oder auch bei ein oder zwei Fliesen bewusste Hervorhebungen setzen.

Geheimtipp: Wer Gold mag, sollte das einmal versuchen, denn Gold hat den praktischen Nebeneffekt, dass es nicht nur nobel aussieht, sondern auch spiegelt. Und wie wir wissen, alles was spiegelt lässt größer wirken.

Zusammenfassend, wie man ein Bad simpel halten kann:
• Filigrane Möbel z.B. aus Metallstangen
• Dinge aufhängen
• 2-in1-Lösungen
• Wenig, dafür interessante Accessoires
• Helle Farben
• Weiß als Basis

Kniestock nutzen

Versuchen Sie, den Kniestock, also den Platz an der Wand zwischen Boden und dem niedrigsten Punkt der Schräge, zu nutzen. Dieser wird aufgrund seiner geringen Höhe oft einfach leer gelassen, wo er doch so nützlich sein könnte, um woanders Platz einzusparen. Ein niedrig angebrachter Handtuchhalter, ein kleines Regal für Utensilien oder eine Topfpflanze. Aber lassen Sie den Kniestock nicht unbenutzt. Sie werden es sich danken.

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