ᐅ Feuersäule Glas im Expertecheck: Worauf gilt es zu achten? [2022]

Autor: Franz Wächter
  • Glas-Experte

Feuersäule – eine lodernde Flamme für zu Hause

Feuersäulen erfreuen sich als Accessoires für den Garten oder den Wohnbereich immer größerer Beliebtheit. Das liegt nicht zuletzt daran, dass ihre emporragenden Flammen verzaubernde Szenerien bieten. Außerdem spenden sie Licht und gemütliche Wärme.

Aus welchen Materialien werden Feuersäulen hergestellt? Worauf sollten Sie bei der Auswahl achten? Welche Säule passt am besten zu Ihrem Garten oder Ihren eigenen vier Wänden? Hier finden Sie Antworten auf diese Fragen

Worin unterscheiden sich die verschiedenen Modelle?

Wie bei anderen Feuerstellen liegen die wesentlichen Unterschiede im Material, aus dem die Säule besteht, und in den Brennstoffen, die für die Befeuerung zum Einsatz kommen. Feuersäulen werden

  • aus Edelstahl,
  • Edelrost beziehungsweise Cortenstahl und
  • mit oder ohne Glasumbau

angefertigt. Ihre Befeuerung erfolgt

  • mit Holz,
  • Gas oder
  • Bioethanol.

Worauf sollten Sie bei einer Feuersäule am Materialien achten?

Es gibt bestimmte Dinge, auf die Sie bei der Materialauswahl Wert legen sollten.

Edelstahl-Feuersäulen

Wollen Sie Holz als Brennstoff verwenden, ist eine Feuersäule mit Edelstahlblech das Richtige für Sie. Edelstahl hält nämlich die hohen Temperaturen, die bei der Befeuerung mit Holz entstehen, problemlos aus und ist sehr formstabil. Hier unterscheiden sich V2A-Stähle mit Chrom-Nickel-Legierungen von V4A-Chrom-Nickel-Stähle, welche zusätzlich Molybdän enthalten. Beide Stahlsorten sollten korrosions- und säurebeständig sein und damit Regen und feuchter Witterung ohne Weiteres standhalten. Dennoch verbauen einige Hersteller leider eine geringere Edelstahlqualität, bei der mit der Zeit unerwünschte Roststellen auftauchen. Deshalb wird empfohlen, Feuersäulen aus Edelstahl bei bekannten Markenproduzenten zu erwerben.

Edelstahl wirkt zwar im Vergleich zu herkömmlichem Stahl beziehungsweise Edelrost zierender und luxuriöser. Doch das bringt einen Nachteil für den Geldbeutel mit sich: Er ist in 99 von 100 Fällen entsprechend teurer.

Cortenstahl- beziehungsweise Edelrost-Feuersäulen

Der Edelrost besteht ebenfalls aus einem Stahlblech. Dieses wird zur Veredlung in eine alkalische oder saure Lösung getaucht und danach mit Owatrol-Öl oder Klarlack behandelt. Dadurch entsteht eine korrosionsresistente Schutzschicht aus Rost, die nur wenig und sehr langsam weiterrostet. Nichtsdestoweniger sollten Sie Cortenstahl-Säulen nicht über einen langen Zeitraum im Freien stehenlassen. Die Witterung kann nämlich auf Dauer ihre Schutzschicht durchbrechen und unschöne Gebrauchsspuren hinterlassen.

Der Rost bietet aufgrund seiner warmen Farben zwar einen stilvollen Retro-Charme, der auch ohne Beleuchtung die Außen- oder Inneneinrichtung als Designelement ergänzen kann. Doch eine geeignete Unterlage ist hier unabdingbar, um Verfärbungen zu vermeiden.

Cortenstahl kann auch als Sichtschutz verwendet werden.

Mit oder ohne Glasumbau?

Ein Glasumbau kann sowohl an Säulen aus Edelstahl als auch an Säulen aus Cortenstahl angebracht werden. Das Glas bietet zusätzlichen Schutz vor Funkenflug und minimiert damit zum einen die Gefahr, dass Möbel oder Rasen unter Verbrennungsspuren leiden. Zum anderen sorgt es für zusätzliche Sicherheit, wenn Kinder in der Nähe sind.

Ferner verleiht ein farblich passender Glasumbau der Feuersäule eine optische Leichtigkeit. Sind seine Sichtkanten poliert, sorgen sie für interessante Spiegelungen des Feuers und faszinierende visuelle Erscheinungen.

Glasplatten, welche die Öffnungen der Feuerstelle besonders dicht verschließen, haben einen weiteren Effekt: Die Wärme gelangt nicht mehr zu einem großen Teil nach außen, sondern wird zu den Seiten der Feuersäule abgestrahlt. So spendet diese mehr Wärme, während Sie beispielsweise die Gasenergie sparsamer einsetzen können.

Das führt auch zum Nachteil eines Glasumbaus:

Durch die zusätzliche Hitze, die Feuersäulen abgeben, wenn sie einen haben, ist er nur bei speziellen Modellen und Brennstoffen für Wohnräume geeignet.

Verschiedene Brennstoffe

Zur Befeuerung von Feuersäulen werden hauptsächlich drei Rohstoffe verwendet: Holz, Gas und Bioethanol.

Befeuerung mit Holz

Wenn Sie zu Holz greifen, um die Flammen in einer Feuersäule zu entfachen, benutzen Sie den populärsten Brennstoff. Das Holz sollte hier gut getrocknet sein. Es erzeugt

  • eine warme und gemütliche Atmosphäre und
  • während es verbrennt einen Geruch und ein Knistern, welche ein Gefühl der Lagerfeuerromantik hervorrufen.

Befeuerung mit Gas

Immer mehr Feuersäulen werden mit Gas betrieben. Das liegt daran, dass Gasflammen genauso wie Holzflammen eine wohlige Wärme erzeugen und zugleich Bequemlichkeiten mit sich bringen:

  • Bei der Gasverbrennung entstehen weder Ruß noch Ascherückstände.
  • Gas verbrennt geruchlos und entwickelt dabei keinen Rauch.
  • Sie können die Flammen mit einem Regler stufenlos hoch- und runterregeln.

Befeuerung mit Bioethanol

Der Brennstoff Bioethanol eignet sich besonders für den Gebrauch im Wohnbereich, da

  • der wärmende (und zugleich erhitzende) Effekt entfällt und wie beim Gas
  • weder Rauch
  • noch Ruß oder Ascherückstände entstehen.

Welche Formen und Größen sind für Feuersäulen üblich?

Feuersäulen gibt es in vielen Größen und Ausführungen. In der Regel haben sie eine quader- oder zylinderförmige Gestalt und Höhen von 60 bis 150 cm. Unterschiedlichste Ausstanzungen bieten eine reiche Auswahl an Motiven, welche die Säulen nicht nur im Betrieb, sondern auch bei Tageslicht gut aussehen lassen. Das macht sie zu Designobjekten.

Worauf sollten Sie beim Erwerb von Feuersäulen mit Glas achten?

  • Feuersäulen sind standfest zu erreichten. Dafür bietet sich eine breite Standfläche oder eine Verankerung im Boden an.
  • Achten Sie auf die Größe der Anzündöffnung. Sie sollten das Holz ohne Verbrennungsgefahr anzünden können.
  • Cortenstahl-Feuersäulen hinterlassen des Öfteren Rostflecken auf dem Boden. Stellen Sie diese daher nur auf geeignete Untersetzer auf.

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