Glastreppe im Überblick: Qualität, Einbau & Kosten

Autor: Franz Wächter
  • Glas-Experte

Treppen begleiten die Menschheit schon so lange, wie es uns gibt. Sie ermöglichen es, dass wir an höher gelegene Orte bequem sowie sicher gelangen, welche ohne diese oft nicht zugänglich wären. Doch mittlerweile sind Treppen nicht mehr nur eine Notwendigkeit, sondern dienen oft auch als eine Art Statussymbol sowie Eyecatcher. Immer mehr Häuslebauer und Immobilienbesitzer setzen auf eine Glastreppe, um zwei Etagen gekonnt miteinander zu verbinden. Moderne trifft auf Notwendigkeit, heißt hier die Devise.

Was man unter einer Glastreppe versteht

Der Begriff Glastreppe existiert eigentlich gar nicht im eigentlichen Sinne. Eine derartige Treppe besitzt einzelne Glaskomponenten, besteht jedoch nie komplett aus diesem. In der Regel sind die Stufen oder verschiedene Elemente aus stabilen Glas. Geländer, Schrauben, Halterungen und das Grundgerüst sind zwecks statischen Gründen normalerweise aus hochwertigem Metall beziehungsweise Stahl und korrosionsbeständigem Eisen gefertigt.

Eine Glastreppe selbst dient neben der Aufwertung von Fluren oder Außenbereichen der Raumerreichbarkeit und Gewährleistung einer gewissen Helligkeit. Gerade Flure und Räume, wo wenig bis gar kein Tageslicht eindringt, sollten keine Treppen besitzen, welche aus massivem Holz bestehen. Diese wirken regelrecht erschlagend sowie dunkel, wie es der Volksmund bezeichnen würde.

Glastreppen bewirken zudem, dass sich Licht durch vorhandene Lampen besser im Raum verteilen kann. Somit ist die Räumlichkeit, in der sich die Treppe mit Glaselementen befindet, gut illuminiert. Aber auch eventuell vorhandenes Tageslicht sorgt für eine gute Helligkeit des Raumes und eventuell dahinterliegende Wohn- beziehungsweise Arbeitsbereiche. Nachteilig ist wiederum, dass jeder Finger- sowie Fußabdruck auf Stufen oder Elementen aus Glas zu sehen sind.

Obendrein können Flüssigkeiten auf Stufen aus Glas ein oft unterschätztes Sicherheitsrisiko darstellen. Wer eine sogenannte Glastreppe sein Eigen nennt, muss diese also stets pflegen, sauber und trocken halten. Auch muss man dafür Sorge tragen, dass einfallendes Licht auf der Oberfläche den jeweiligen Treppennutzer beim Gebrauch dieser nicht blendet. Es ist also nicht immer ratsam, starke Beleuchtungen sowie Lampen direkt über einer Glastreppe zu platzieren.

Glastreppe beleuchtet

Ohne eine adäquate Beleuchtung im Raum ist auch eine Glastreppe oft nicht sicher begehbar. Häufig befinden sich indirekte Beleuchtungen, Stripes oder Spots nahe oder direkt an der Treppe. Mithilfe von cleveren Lösungen und modernen Produkten lassen sich Stufen aus Glas indirekt illuminieren, was im Unterhalt kostengünstig ist und eine konventionelle Deckenlampe oft überflüssig macht.

Wer auf eine Glastreppe setzt, kombiniert diese häufig mit Stripes, welche einen Farbwechsel-Modus enthalten. Auf diesem Weg lässt sich via Fernbedienung oder auf Knopfdruck je nach Stimmungslage sowie Situation einstellen, in welcher Farbe die Treppenstufen erstrahlen sollen. Diese LED-Streifen werden häufig an den Seiten der Stufen befestigt oder unter dieser.

Ziel ist es, eine sichere Passage sowie Nutzung der Treppe zu gewährleisten, ohne dass man dabei über verbaute Leuchtmittel stolpert oder sich darin verfängt. Normalerweise gibt es solche Stripes nur in folgende Längen zu kaufen:

  • 1 Meter Variante
  • 3 Meter Variante
  • 5 Meter Variante

Für Treppen und Stufen aus Glas setzen Hersteller jedoch auf individuelle Lösungen, mitunter auch Spots, welche es in den Maßen so nicht im Einzelhandel zu erwerben gibt. Wer bereits eine Glastreppe besitzt, wo noch keine moderne Beleuchtung dran befestigt ist, kann diese auch nachrüsten lassen.

Glastreppe Kosten

Wer eine Glastreppe einbauen lassen möchte, muss überlegen, um was für eine Art es sich handeln soll. Je nach Raumgröße kann eine Wendeltreppe zielführender sein als eine standardisierte Variante, welche keine Bögen besitzt. Einfache Ausführungen sind bereits ab 5000 Euro erhältlich. Je nach Produktvariation, Ausstattung, weiteren Gadgets sind nach oben hin natürlich keine Grenzen gesetzt. Neben den Kosten für die Glastreppe sollten auch weitere Ausgaben eingeplant werden, beispielsweise für die Planung, Statiker und Anlieferung.

Glastreppen gibt es in einfacher Ausführung oder auch mit Edelstahl-Elementen, welche als zusätzlichen Blickfang fungieren. Gerade Handläufe aus diesem Leichtmetall können so schnell gereinigt und aufpoliert werden. Außerdem sind diese anorganisch, neigen somit nicht zur Bildung von Schimmel oder Krankheitskeimen. Obendrein können Geländer aus Edelstall einfacher montiert und ausgetauscht werden als Produkte gleicher Art aus Holz. Das geringe Gewicht von Edelstahl- sowie Leichtmetallbau-Lösungen ist hierbei nicht zu unterschätzen. Aufgrund dieser Aspekte sind Treppen aus Glas in Verbindung mit Leichtmetall meistens teurer als handelsübliche Holz- oder Steintreppen.

Glas, Geländer, Treppe – was zum sicheren Treppen-Aufstieg gehört:

Eine Treppe ist grundsätzlich eine Kombination aus folgenden Bestandteilen:

  • Stufen beispielsweise aus Glas
  • Grundgerüst
  • Befestigungsmaterial
  • Handlauf
  • gegebenenfalls Beleuchtung
  • Antirutschmatten für Stufen

Auch bei Glastreppen sind diese Elemente je nach Ausführung stets verfügbar und aufeinander abgestimmt. Je nach Anzahl der Windungen und Treppenlänge kann es zu Formunterschieden beispielsweise der Stufen kommen. Gerade bei Wendeltreppen oder anderen Raumspar-Varianten sind individuelle Maßanfertigungen keine Seltenheit.

Montage einer Glastreppe – DIY und die fachmännische Alternative

Glastreppen gehören oft schon zu neugebauten Häusern als Standard mit dazu. Doch wer einen Aufstieg dieser Art nachrüsten möchte, muss mit immensen Kosten rechnen. Den ein oder anderen Tausender einzusparen ist das, was viele Menschen dabei gern realisieren wollen. Am Ende entscheiden sich die Meisten dann doch für einen fachgerechten Einbau von Handwerkern, welche darauf spezialisiert oder darin geschult sind.

Das hat auch seine Gründe, denn ein falscher Einbau kann lebensgefährlich sein. Zum einen muss geprüft werden, ob die Statik des Hauses ein Nachrüsten zulässt. Wenn ein Deckendurchbruch zu einer oberen Etage dazu kommt, dann muss auch dies sicher sein, damit die Statik des Hauses nicht gefährdet wird. Zum anderen einfach mal so einen Balken auf gut Glück durchzusägen, weil er gerade im Weg ist, sollten Laien ohne fachmännische Betreuung nicht realisieren.

Eine Glastreppe selbst bauen, werden nur die Wenigsten eigenständig realisieren können. Das Grundgerüst muss nicht nur die Glasstufen dauerhaft halten können, sondern auch die Treppennutzer mitsamt deren Gewicht und Bewegungsabläufe. Ein Treppenbauer gibt Auskunft darüber, mit welchen Kosten zu rechnen ist, wenn dieser einen Glastreppen-Einbau beziehungsweise Neubau plant, sowie nachfolgend umsetzt. Einzuplanen sind:

  • Kosten für Statiker, Material und Handwerker
  • Lichtverhältnisse im Installationsraum
  • Platzbedarf, Statik und Machbarkeit

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